Wie werde ich Influencer?

von Felicitas Call

Influencer Marketing boomt seit Jahren weltweit. Laut Studien treffen bereits 46 Prozent der 16 bis 19-jährigen Kaufentscheidungen aufgrund von Empfehlungen durch Influencer*innen. Doch wie schafft man es, als Influencer*in andere zu beeinflussen und damit erfolgreich zu werden?

Das Berufsbild „Influencer*in“ ist nichts Neues. Personen, die ihre Meinung kundtun und damit andere von sich überzeugen, gibt es schon seit langer Zeit. Der Erfolg von Social Media Plattformen der letzten Jahre hat nicht nur die Wahrnehmung dieses Berufs verändert, sondern auch dessen Wirkungsgrad sichtbar gemacht. Privilegien wie geschenkte Produkte oder Einladungen zu glamourösen Events, einst ausschließlich Prominenten vorbehalten, scheinen nun allen zugänglich. Das Marktforschungsinstitut Morning Consult fand heraus, dass rund 86 Prozent der Amerikaner*innen im Alter von 13 bis 38 Jahren eine Karriere als Influencer*in anstreben. Aber wie realistisch ist so eine Karriere? Welche Schritte muss ich setzen, um Follower zu bekommen? Welche Reichweite ist nötig, um als Influencer*in Geld zu verdienen? Ist Instagram dafür der richtige Kanal? Die Antworten finden Sie im folgenden Beitrag.

1. Die eigene Nische finden

Ob Mode, Fitness, Finance oder Ernährung – in der Influencer-Welt findet jedes Thema seinen Platz. Doch wer aus der Masse herauszustechen will, muss sich eine Nische schaffen, die es idealerweise noch nicht gibt. Je spezifischer das gewählte Themenfeld, desto besser. Die Spezialisierung sichert ein Alleinstellungsmerkmal, das hilft, um sich von der stets wachsenden Konkurrenz abzuheben. Um seine Nische zu finden, empfehlen sich zwei bewährte Ansätze: Sie suchen sich gezielt einen Bereich aus, von dem Sie Ahnung haben und vertiefen sich darin. Oder Sie überlegen, was Sie sich selbst von einem Instagram-Influencer wünschen und welches Thema vielleicht auch noch nicht ausreichend bedient wird.

2. Das passende Medium wählen

Wer als Influencer durchstarten will, sollte sich zunächst auf ein Medium konzentrieren. Möchten Sie einen Blog starten, ein Influencer auf Instagram werden, einen YouTube-Kanal oder einen Podcast hosten? Denken Sie daran, wo sich Ihre Zielgruppe am meisten aufhält. Erst wenn ihr Hauptkanal die ersten Erfolge zeigt, ist es sinnvoll, ihn mit anderen Social Media Kanälen zu verbinden. Wenn Sie direkt versuchen, auf sämtlichen populären Plattformen omnipräsent zu sein, leidet darunter eventuell die Qualität Ihrer einzelnen Inhalte. Pro-Tipp: Instagram hat die Nase bei den sozialen Medien vorne, es lohnt sich also auf dieser Plattform seine Influencer-Karriere zu starten.

3. Hochwertige Inhalte liefern

Instagram lebt von hochwertig produzierten Bildern. Die Bildqualität sollte daher einem hohen Standard und einer hohen Auflösung entsprechen. Das heißt aber nicht, dass man sich mit der teuersten Kamera ausstatten muss. Viel wichtiger ist, dass die Bilder und Videos inhaltlich zur Zielgruppe passen und dabei einige grundsätzliche Qualitätskriterien erfüllen. Unterhaltsame Captions und Bildtexte tragen auch zur Qualität eines Posts bei. Um sich als Influencer*in glaubwürdig zu vermarkten, ist eine eigene Bildsprache und ein konsequenter Look essenziell. Bleiben Sie also auch Ihrem Stil als Influencer treu, um von Ihrem Umfeld als professionell und authentisch wahrgenommen zu werden.

Visueller Content für Social Media

Professionelle Fotos und Videos mit einfachsten Mitteln ohne Equipment erstellen, damit Ihre Social Media Kanäle durch die Decke gehen - Wir zeigen Ihnen, wie das geht!

4. Aktiv und konsistent posten

Postings, Stories, Reels: Instagram bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten und sich als Marke zu positionieren. Erfolgreiche Influencer nutzen ihre Reichweite für die Themen, die ihnen wichtig sind und das am besten täglich. Nur so bleiben im Gedächtnis ihrer Follower*innen. Wer nicht aktiv ist und nicht genug Content liefert, kann schnell in Vergessenheit geraten. Pro-Tipp: Insta-Stories bieten eine optimale Gelegenheit, um persönliche Einblicke zu teilen um damit für noch mehr Authentizität zu sorgen. Zudem eröffnen Stories die Chance zum schnellen, unkomplizierten Austausch mit der Community. Nur indem Sie ständig Präsenz zeigen, können Sie Ihre Follower-Basis konstant halten und sogar wachsen lassen. 

5. Geschickte Selbstvermarktung

Influencer*innen arbeiten mit Firmen zusammen, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen eine ähnliche Zielgruppe ansprechen. Diese möchten deren Reichweite nutzen, um für sich zu werben. Sie sind als Influencer etabliert und verfügen über eine solide Follower-Basis in mindestens vierstelliger Höhe? Erfolgreiche Influencer, die sich als Werbeträger eignen, werden in der Regel von relevanten Firmen kontaktiert. Meist sind die ersten Deals relativ klein gehalten. Gratisprodukte werden Ihnen zugesandt, damit diese in irgendeiner Form in Ihren Inhalten vorkommen. Abhängig von Ihrer Reichweite werden Ihnen dann womöglich echte Werbeverträge angeboten, mit denen Sie schlussendlich Geld verdienen können. Einen Richtwert wie etwa eine Mindestfollowerzahl gibt es hierbei nicht.

Fazit

Wie viele Follower, Likes und Reposts Sie bekommen, hängt von Dynamiken ab, die nur schwer vorauszusagen sind. Popularität im Internet ist nicht programmierbar. Viele Influencer scheitern auch immer wieder bei dem Versuch, ihre Arbeit zu kommerzialisieren. Wer dennoch im Social Media Bereich arbeiten möchte, ist mit einer Ausbildung zum Social Media Manager oder zum Online Marketing Manager gut beraten.

Schüler*innen, Studierende oder Azubis erhalten auf jede Weiterbildung 50% Rabatt. Mehr erfahren.

Social Media Manager

Social Media Manager entwickeln sich zur wichtigsten Schnittstelle im Unternehmen. Qualifizieren Sie sich für den Nr. 1 Zukunftsjob.
Sie wollen mehr spannendes Wissen zur beruflichen Online-Weiterbildung im digitalen Marketing?
Jetzt Newsletter abonnieren
Das Logo der SMA.
magic-wandthumbs-upchevron-down