Tipps für die perfekten Bilder und Videos auf Social Media

Von Irmen Gundelfinger | Allgemein

Jun 29

Content ist King. Visueller Content erst recht und wenn er auch noch bewegt ist, haben Sie fast schon Ihr Ziel erreicht. Wir zeigen, worauf es bei visuellem Content Marketing ankommt und welche Tipps und Tools dabei helfen.

Sagt ein Bild wirklich mehr als 1.000 Worte? Zumindest erregt es die Aufmerksamkeit, das ist physisch so veranlagt. Denn wir sind visuelle Wesen und Bilder werden in unserem Gehirn mit Emotionen und Wünschen verknüpft. Außerdem können wir sie deutlich schneller wahrnehmen als Text. Daher ist es auch künftig für Ihr Marketing von Bedeutung, visuelle Inhalte in Ihre Kommunikation zu integrieren, das gilt für Videos mindestens genauso wie für Bilder und Grafiken.

Zahlreiche Statistiken und Studien belegen den messbaren Nutzen von Bild- und Videocontent. Visuelle Inhalte erhöhen etwa

  • die Click-Through-Rate einer Webseite
  • die Interaktion in den Sozialen Medien
  • die Klickrate von PR-Beiträgen
  • die Reichweite von Beiträgen

Das ist wichtig, um ihre Botschaft ans Ziel zu bringen. Denn Online-Nutzer werden täglich mit mehr als 5.000 Werbebotschaften konfrontiert, die meisten davon nehmen sie nur unterbewusst wahr. Damit Ihr Marketing nicht einfach vorüberzieht, sondern langfristig im Gedächtnis bleibt, sollten Sie auf Visual Content keinesfalls verzichten. Und dabei einige Aspekte bei der Umsetzung beachten.

Das passende Format wählen

Von Infografik über Meme bis Erklärvideo: Zunächst einmal kommt es auf das passende Format an. Je nachdem, welche Botschaft sie senden wollen, in welchen Kanälen und für welche Zielgruppe sollten andere visuelle Inhalte genutzt werden. In einer Umfrage unter mehreren hundert Marketing-Experten gaben 40 Prozent an, vor allem Stockphotos in ihrer Kommunikation zu nutzen. 34 Prozent nutzten Infografiken und Illustrationen und lediglich 14 Prozent griffen in ihrer Marketing-Strategie auf Videos zurück.[1]

Grundsätzlich eigenen sich im visuellen Content Marketing auf Social Media vor allem die folgenden Formate und Darstellungsformen:

BildformateBewegtbildformate
InfografikenMemes
ChecklistenGIFs
FotosErklärvideos
IllustrationenStories
PräsentationenLive-Videos

Beispiel Infografik: Anschaulich darstellen

Stehen die Kunden noch ganz am Anfang der Costumer Journey, sollten vor allem Inhalte gespielt werden, die Aufmerksamkeit schaffen ohne allzu werblich zu wirken. Hierzu eignen sich vor allem Formate, die eine Geschichte erzählen, die informieren und aufklären. Etwa Infografiken. Diese können Zusammenhänge und Sachverhalte anschaulich darstellen und Emotionen wie Überraschung oder Humor auslösen. Auch komplexe Themen können dadurch erklärt werden. Dabei kommt es vor allem auf ein attraktives Design an, das die Zielgruppe anspricht, aber auch die Marke des Unternehmens widerspiegelt. Das Gute an Infografiken: Sie lassen sich in kurzer Zeit und mit geringem Budget erstellen, erzielen dafür aber gute Reichweiten und Interaktionen in den Sozialen Netzwerken.

Wie Sie mit Bildern beim Kunden Emotionen hervorrufen erfahren Sie in diesem Webinar: Visueller Content für Social Media – Schwerpunkt Bild

 

5 Tipps für das Erstellen guter Infografiken:

  1. Große Datenmengen am besten in Diagrammen darstellen.
  2. Gut lesbare Schrift wählen, nicht zu klein.
  3. Corporate Design in die Grafik einfließen lassen.
  4. Texte sollten kurz und prägnant sein.
  5. Die Kernbotschaft muss schon im Titel erkennbar sein.

Beispiel Videos: Die Königsdisziplin

Eine besondere Bedeutung haben im Social Media Marketing auch Videoinhalte. Rund ein Drittel der Zeit in den Sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook und TikTok verbringen die User damit, Videos zu konsumieren. Für Unternehmen und Marken bietet das enorme Chancen, Verkäufe zu generieren, Kunden zu gewinnen und ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Einer Studie zufolge konnten 93 Prozent der Marken, die 2019 Videos in den sozialen Netzwerken genutzt haben, neue Kunden gewinnen.[2]

Weil es aber so viele Videos in den Sozialen Netzwerken gibt, kommt es darauf an, Ihre Botschaft richtig in Szene zu setzen. Das muss nicht heißen, dass das komplette Marketing-Budget künftig für die Erstellung aufwändiger, professioneller Videos genutzt werden muss. Auch selbstgedrehte Filme können bei der Zielgruppe gut ankommen, manchmal sogar noch besser, weil sie authentischer sind. Um aber Ihre Marke auch im richtigen Licht zu zeigen, sollten Sie sich vor dem Dreh einige Gedanken machen:

Worauf es bei der Videoproduktion ankommt, erfahren Sie in diesem Webinar: Visueller Content für Social Media – Schwerpunkt Bewegtbild

 

  1. Aufbau: Die wichtigste Botschaft des Videos sollte direkt am Anfang klar werden. Denn Nutzer entscheiden schon in den ersten Sekunden, ob sie das Video weitersehen wollen oder nicht.
  2. Länge: Bei der richtigen Videolänge kommt es ganz darauf an, wo Sie das Video publizieren wollen. Informieren Sie bei den einzelnen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, welche Vorgaben sie für die maximale und Mindest-Länge von Videos machen.
  3. Format: Hier gilt das gleiche. Während Stories auf Instagram und Facebook am besten im 9:16-Hochformat funktionieren, eignet sich für Twitter und YouTube besser ein Querformat.
  4. Bild-Qualität: Die meisten Smartphones nehmen heutzutage schon im 4k-Modus auf, das reicht vollkommen aus. In der Regel sind die Dateigrößen in Social Media auch limitiert und zu große Videos werden heruntergerechnet.
  5. Ton: Sollten Sie auch Tonaufnahmen machen, wird das mit dem Handy-Mikrofon schon schwieriger. Achten Sie hierbei darauf, die Räumlichkeiten genau auszuwählen und im Zweifel lieber mit einem externen Mikrofon die Tonaufnahmen zu machen.

Passende Tools für visuellen Content auf Social Media

Ob Sie nun Fotos oder Bewegtbild für Ihre visuelle Content Strategie nutzen: Es gibt zahlreiche Tools und Datenbanken, die Sie dabei unterstützen. Auch kostenlos. So finden sich beispielsweise bei Pixabay, Pexels, Unslpash oder Freepik tolle Bilder und Grafiken, die Sie kostenfrei für Ihre Inhalte nutzen können. Wer Grafiken erstellen möchte, kann sich bei Vorlagen von Canva bedienen oder die Designs von Venngage nutzen. Mit Giphy lassen sich schnell und einfach GIFs und Memes erstellen. Noch mehr Tools gibt es, wenn es um Videos geht. Hier bieten etwa Animoto, Shakr oder Wave.video gute Möglichkeiten.


[1] https://venngage.com/blog/visual-content-marketing-statistics/

[2] https://www.hubspot.de/marketing-statistics

Über den Autor

Irmen Gundelfinger hat Kulturwirtschaft studiert und ist als Online-Marketingmanagerin bei der Social Media Akademie tätig.