Pin-it – Social Media Marketing mit Pinterest

Von Nora Horn | Digitale Arbeitswelt

Apr 26
Handy zeigt Pinterest Startbildschirm

Pinterest hat sich in den letzten Jahren von einer häufig belächelten Plattform zu einem wichtigen Traffic-Lieferanten nebst Facebook, Instagram und Co entwickelt. Das 2009 gegründete Netzwerk zählt weltweit mittlerweile 70 Millionen User, davon sind knapp über die Hälfte weiblich. Pro Tag werden mehr als 14 Millionen Beiträge auf Pinterest veröffentlicht. Bei diesen Zahlen macht das Pinnen nicht nur privat Spaß – auch als Unternehmen kann Pinterest heute gekonnt genutzt werden. Bereits zwei Drittel aller Inhalte auf Pinterest führen zu Business-Webseiten. Wir geben einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten Ihre Produkte auf Pinterest zu bewerben.

Pinnen, Sammeln, Teilen

Das Prinzip Pinterest knüpft an ein urtypisches menschliches Verhalten an – das Sammeln. Wir sammeln Briefmarken, Actionfiguren oder eben wie auf Pinterest – Inspirationen. Nur online und im Social Media Format. Pinterest bietet eine Flut von über 50 Milliarden Pins, die meist im Bildformat auf unzählige Pinnwände gepinnt und weiter geteilt werden. Von Rezepten, über Modetrends bis hin zu Bastelanleitungen lässt die Suchfunktion keine Wünsche offen – es gibt nichts, was es nicht gibt. Durch ein einfaches “Pin it” werden die Beitrage an die eigene Pinnwand geheftet und sind dadurch einfach wieder abzurufen. Interessant hierbei: 80% des Traffics kommen von mobilen Endgeräten.

Pinterest für Business

Griff man noch vor kurzer Zeit eher auf eine Homepage oder Facebook zurück, beginnen Social Media Manager nun auch Pinterest zur internen und externen Unternehmenskommunikation zu nutzen. Durch das Pinnwand Schema lässt sich mit ein wenig Kreativität ein authentisches Bild eines Unternehmens und seiner Produkte zeichnen. Pinterest bietet die Möglichkeit ein Business-Profil anzulegen, welches anschließend verifiziert werden kann. Ein Meta-Tag ermöglicht die Nutzung des Tools “Business Analytics”, mit dem der Erfolg einzelner Beiträge und Maßnahmen überprüft werden kann.  Um es Ihren Besuchern möglichst einfach zu machen, sollte der “Pin it” Button natürlich nicht fehlen. Vorrangiges Ziel Ihres Pinterest-Auftritts sollte es sein, eine hohe Awareness für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte durch likes und Repins zu schaffen, und weiterführende Links auf die eigene Homepage, zum eigenen Bog oder Shop zu generieren.

Screenshot Pinterest Newsfeed

Eine Strategie muss her

Wie bei jedem anderen neuen Kommunikationskanal sollte vor Beginn der Arbeit mit Pinterest eine eindeutige Strategie erarbeitet werden. Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, ob und in welchem Umfang Ihre Zielgruppe auf Pinterest aktiv ist. Beachten Sie hierbei: Pinterest-Nutzer sind durchschnittlich sehr jung, zwischen 16 und 34 Jahre alt und vorwiegend weiblich. Hinsichtlich der Nutzungsmuster steht auf Pinterest die Pflege persönlicher Interessen und Hobbys im Vordergrund, persönliche Verbindungen wie bei Instagram sind eher unwichtig. Die Vernetzung mit anderen Unternehmen ist auf Pinterest jedoch ebenso ratsam wie auf Instagram. Eigener Content sollte mit fremden Pins gespickt werden, hierdurch entsteht mehr Interaktion.

Der Erfolg eines Beitrages

Die Priorität bei Pinterest-Beiträgen liegt definitiv auf dem Bild und dessen richtiger Beschriftung. Der Text zum Bild sollte einfach und verständlich formuliert sein und die passenden Keywords sowie Hashtags enthalten. Empfehlenswert ist hier eine Zeichenzahl zwischen 200 und 300. Bezüglich der Bilder selbst gilt ein Größenverhältnis von 2:3 oder 4:5 als optimal- also etwa 800×600 Pixel. Bilder im Hochformat sind erwiesenermaßen erfolgreicher als Bilder im Querformat. Statistisch gesehen weisen Bilder, die am häufigsten gepinnt werden, folgende Merkmale auf:

  • sie sind mehrfarbig
  • weder besonders dunkel, noch besonders hell,, mit sanfter Farbsättigung
  • Bilder in warmen Farbtönen werden doppelt so häufig gepinnt als Bilder in kalten Farbtönen
  • Bilder ohne Fokus auf Gesichtern, Objekte und Arrangements stehen im Vordergrund

Das veranschaulicht eine Infografik von Curalate.

Rich Pins, Live Session und Co.

Eine weitere Chance für Unternehmen auf Pinterest sind die “Rich Pins”, die zusätzliche Informationen zu einem Pin enthalten. Derzeit stehen mehrere Arten von Rich Pins zur Verfügung. Place Pins enthalten Orte inklusiver einer Karte, Adresse und Telefonnummer. Product Pins beinhalten aktuelle Produktinfos wie Preis, Verfügbarkeit und einen Link zur Produktseite. Rich Pins bieten nicht nur zusätzlichen Inhalt und fallen mehr auf als einfache Pins, sondern ziehen auch aktuelle Informationen von der angebundenen Website, zum Beispiel wenn sich der Preis eines Product Pins ändert.

Wer bereits Erfahrung mit Pinterest gesammelt und sich eine kleine, aktive Community aufgebaut hat, kann mit Pinterest Live Chats experimentieren. Bei den Live Sessions geht es grundsätzlich darum, in Echtzeit mit seinen Followern in Kontakt zu treten und sie dazu zu motivieren zu einem bestimmten Thema Inspirationen zu pinnen oder in Kommentaren zu berichten. Live Sessions eignen sich besonders bei sich schnell wandelnden Themen wie Rezept- und Modetrends.

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Fazit: Das Stöbern in den Pinterest Bilderwelten macht nicht nur enorm Spaß, Sie können ihren Usern hiermit auch einen echten Mehrwert bieten. Erkunden sie die Plattform spielerisch, experimentieren Sie mit unterschiedlichen Inhalten, erforschen Sie, was funktioniert und wie Sie sich Ihrer Zielgruppe am besten nähern. Pinterest ist eine großartige Plattform, um Ihre Markenpräsenz innerhalb des Social Media Universums zu stärken und ein völlig neues, modernes Bild Ihres Unternehmens zu generieren.

 

Über den Autor

Nora Horn studierte PR- und Medienmanagement und ist als Marketing-Assistenz bei der Social Media Akademie tätig. Sie betreut außerdem die Social Media Kanäle und den Unternehmensblog.

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