Social Media

Der Begriff Social Media, im Deutschen „Soziale Medien“ genannt, ist bereits seit vielen Jahren in aller Munde. Social Media erfreuen sich großer Beliebtheit, weltweit sowie in Deutschland. Laut einer Bitkom-Studie von 2013 sind mittlerweile über 78% aller Internetnutzer in Deutschland in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet und eine ComScore Studie hat ermittelt, das soziale Netzwerk den beliebteste Zeitvertreib deutscher Internetnutzer darstellen.

Langsam erkennen auch Unternehmen das Marketing-Potenzial von Social Media. In zahlreichen Online Marketing-Teams werden Social Media Manager und Experten gesucht, die genau wissen wie sie neue Zielgruppen über Social Media erreichen. Doch welche unterschiedlichen Kanäle stehen den Nutzern zur Verfügung und woraus besteht das hohe Marketingpotenzial von Social Media?

Definition: Was sind Social Media?

Social Media sind von klassischen Massenmedien wie dem Fernsehen, dem Radio oder der Zeitung zu unterscheiden. Es handelt sich um ausschließlich digitale Kommunikationskanäle, die der Vernetzung von Nutzern dienen. User können über Social Media Kanäle miteinander kommunizieren und in unterschiedlicher Form interagieren. Soziale Netzwerke werden daher auch oft als Mitmachweb oder Web 2.0 bezeichnet. Jeder Nutzer erstellt auf der jeweiligen Plattform ein Profil und pflegt dieses im besten Falle regelmäßig, indem er zum Beispiel Informationen und Fotos einstellt. Doch nicht nur Privatpersonen können sich über Social Media austauschen. Auch immer mehr Unternehmen sind in den sozialen Medien vertreten und vernetzen sich beispielsweise mit Kunden.

Definition: Was ist Social Media Marketing?

Als „Marketing“ wird in der Regel die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse des Marktes bezeichnet. Als Teil des Onlinemarketings hat sich in den letzten Jahren das Social Media Marketing (kurz: SMM) etabliert. Online Marketing Manager setzen Marketing-Maßnahmen in Sozialen Medien um. Aktuell liegt der Fokus im Social Media Marketing meist auf der Kommunikationspolitik und der Distribution über soziale Netzwerke.

Mit gezielten Marketing-Maßnahmen über Soziale Medien können Firmen Produkte oder Marken bewerben und das eigene Image verbessern. Da Social Media Plattformen von sehr vielen Menschen täglich genutzt werden, kann eine Marke über Facebook, Twitter & Co. einen hohen Bekanntheitsgrad erlangen, da ein breites Publikum schnell und kostengünstig angesprochen werden kann. Dies kann eine Marke beispielsweise erreichen, indem es Meinungsführer zu erreichen versucht und über diese das eigene Netzwerk mit Kontakten ergänzt. Im Vergleich zu klassischen Marketingmaßnahmen erhalten Unternehmen über Social Media schnell Rückmeldung über den Erfolg der einzelnen Maßnahmen und Kampagnen.

Laut einer BVDW-Studie aus dem Jahr 2014 nutzen aktuell 38% aller deutschen Unternehmen Social Media als Marketing-Instrument. 53% erwarten laut BVDW eine Steigerung des Social Media Budgets im kommenden Jahr. Dies zeigt, dass sich Social Media Marketing langsam als wichtiges Marketing-Instrument etabliert, das immer öfter in die eigene Kommunikations-Strategie eingebunden wird. Die vom BVDW befragten Firmen haben besonders große Erfolge mit Social Media in den Bereichen Kundenbetreuung, Kundenbindung und Werbekampagnen festgestellt.

Social Media Kanäle

Um Social Media Marketing Strategien erfolgreich umzusetzen, können verschiedene Kanäle genutzt werden. Dabei sollten Unternehmen immer die Zielgruppen im Blick behalten und prüfen, auf welchen Plattformen diese besonders aktiv sind. Im Folgenden eine kurze Auflistung der wichtigsten Social Media Plattformen in Deutschland:

Facebook

Studien belegen in den letzten Jahren stets das gleiche: Facebook ist das bekannteste und beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland. Im Mai 2014 betrug die Anzahl der aktiven Profile etwa 28 Millionen. Die wichtigste Funktionalität auf Facebook ist es, sich selbst mit einem Profil darzustellen und mit Freunden zu vernetzen. Auf dem eigenen Profil können Facebook-Nutzer zum Beispiel eintragen, wo sie geboren sind, welche Interessen sie haben oder welchen Beziehungsstatus sie haben. Um die eigenen Kontakte up-to-date zu halten, kann jeder Facebook-Nutzer eigene Posts verfassen, auf die andere User per Like-Button oder mit einem Kommentar reagieren können. Für Privatpersonen stehen zum einen die private Darstellung der eigenen Person sowie die Kommunikation mit Freunden und Bekannten im Vordergrund. Das Facebook-Profil ist je nach Privatsphäre-Einstellungen nicht oder nur zum Teil öffentlich. Auch sehr viele Unternehmen und Marken richten sich eine eigene Facebook-Fanpage ein. Diese ist für alle Facebook-Nutzer öffentlich einsehbar und dient der Kommunikation mit den Fans und der Darstellung der eigenen Marke.

Youtube

YouTube ist die bekannteste und am meisten genutzte Videoplattform in Deutschland. Auf dem Portal kann jeder Nutzer einen persönlichen Kanal erstellen, Videos unterschiedlicher Themen kostenlos im Webbrowser ansehen, bewerten und hochladen. User können die Content liken und auch über weitere Social Media Kanäle verbreiten. Ziel ist es auch für dieses Netzwerk möglichst viele Abonnenten und Klicks zu erzielen. Firmen können Videos zu markenspezifischem Content und Produkten einstellen. Die Viralität bei Videos ist höher als die bei Fotos oder Text-Content. YouTube wurde 2006 von Google übernommen und konnte im Jahr 2014 im Schnitt 4 Milliarden Videoaufrufe pro Tag generieren.

Google+

Bei Google+ handelt es sich um ein soziales Netzwerk der Google Inc., das sowohl für Privatpersonen als auch für Firmen geeignet ist. Der Nutzer kann sich ein Profil und bis zu fünf persönliche Seiten, sogenannte „Tabs“ erstellen. Außerdem ist es ihm möglich, Kontakte in bestimmte „Kreise“ einzuteilen. Seit 2011 können auch Unternehmen und Vereine Google+ Profile erstellen. Diese werden oft auch „Pages“ genannt. Eine weitere Funktion auf Google+ ist das Abhalten von Video-Konferenzen, sogenannten „Hangouts“. Profile auf Google+ sind auch im Kontext der Suchmaschinenoptimierung von Bedeutung, denn sie erscheinen an relevanten Stellen in den Suchergebnissen und können so verstärkt auf eine Firma aufmerksam machen.

XING

XING ist das beliebteste soziale Business-Netzwerk in Deutschland, über das sich angemeldete Personen gegenseitig als Kontakte hinzufügen können. Arbeitnehmer können sich mit aktuellen oder ehemaligen Arbeitskollegen und Vorgesetzten vernetzen, in Gruppen zu bestimmten Themen und Interessen Beiträge veröffentlichen und darüber auch wieder neue Kontakte generieren. XING-User können mit ihrem Profil außerdem auf potenzielle Arbeitgeber aufmerksam machen, indem sie die eigenen Qualifikationen oder die Kriterien der gesuchten Arbeitsstelle vermerken. Unternehmen rekrutieren Mitarbeiter zunehmend über XING und andere Business-Netzwerke, indem sie sie direkt ansprechen und für eine Position zu begeistern versuchen. Dieser Prozess wird Active Sourcing genannt.

Social Media Grundlagen

Social Media Ziele

Unternehmen setzen Social Media Aktivitäten ein, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Eins der wichtigsten Ziele von Social Media ist es beispielsweise, mehr Traffic zu erlangen, d.h. mehr Follower bzw. Fans für die eigenen Social Media Plattformen und die Webseite zu generieren.

Außerdem ist die Markenkommunikation und Markenbildung über soziale Netzwerke ein zentrales Ziel vieler Social Media Strategien. User werden über die sozialen Netzwerke auf das Unternehmen und dessen Produkte aufmerksam und entwickeln sich im besten Fall zu begeisterten Bestandskunden. Social Media spielen somit in der Unternehmens- und Markenkommunikation sowie in der Leadgenerierung eine wichtige Rolle.

Unternehmen setzen Social Media auch häufig im Marketing-Mix ein, d.h. in Kombination mit klassischen Marketing-Maßnahmen oder einer digitalen Werbe-Strategie. In gewisser Weise sind die sozialen Medien auch eine Art Innovations-Tool: Unternehmen können am Wissen der eigenen Kunden teilhaben, mit diesen interagieren und dadurch eigene Prozesse optimieren oder die eigenen Produkte und Marken verbessern


Social Media Kampagne & Redaktionsplan

Um erfolgreich auf Social Media zu sein, muss jedes Unternehmen bereits vor dem Start seiner Social Media Aktivitäten eine Strategie besitzen. Das Unternehmen muss vor allem wissen, welche Zielgruppen es über welche Produkte wie ansprechen möchte. Sie sollten zu Beginn einer Kampagne sicherstellen, dass genug zeitliche und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen. Auch sollte für eine erfolgreiche Social Media Kampagne genügend Content im Voraus festgehalten werden. Dafür ist es empfehlenswert, einen Redaktionsplan anzulegen. In diesem, meist in Tabellenform, werden die Postings auf diversen Kanälen eingetragen. Neben der strategischen Planung erlaubt der Redaktionsplan den Social Media Verantwortlichen, einen besseren Überblick zu behalten. Es empfiehlt sich, auch wiederkehrende Themen oder Inhalte wie beispielsweise das „Foto der Woche“ einzutragen. Dadurch kann man die für die Recherche benötigte Zeit bündeln und die Posts beispielsweise für eine oder auch mehrere Wochen im Voraus einstellen. Alle verantwortlichen Mitarbeiter sollten Zugriff auf den Redaktionsplan haben. Die verwendeten Themen sollten für die Marke relevant sein. Sehr erfolgreiche Social Media Kampagnen sprechen die Emotionen der Rezipienten an, indem sie ausdrucksstarke oder lustige Fotos und Videos über diverse Kanäle verbreiten. Das Ziel ist die Interaktion mit dem Kunden und im besten Falle eine Kundenbindung.

Social Media: Vor- und Nachteile im Überblick

Potenziale und Chancen durch Social Media

Social Media Marketing bringt große Potenziale für Unternehmen und Manager mit sich. Durch Social Media Aktivitäten können neue Kunden gewonnen, bestehende langfristig gebunden und der ROI (Return on Investment) erhöht werden. Die wichtigsten Vorteile und Potenziale durch Social Media Marketing werden hier nun kurz zusammengefasst:

Reichweite durch Sharing

Die Fanpage bietet eine Plattform für einen regen Austausch zwischen Mitarbeitern und Kunden bzw. der User. Unternehmen können sich von ihrer besten Seite zeigen und ihre Fans für sich begeistern. Coole oder innovative Aktionen werden geteilt und weiterempfohlen. Durch das Sharing von Informationen werden somit auch Menschen erreicht, welche die Marke bisher noch nicht kennen oder gekauft haben. Vor allem Empfehlungen von Freunden oder Bekannten haben eine große Wirkung. Die Reichweite der Kommunikation sowie auch die Bekanntheit der Marke kann durch Social Media Marketing und durch das Prinzip des Teilens relativ schnell erhöht werden. So können vor allem Bekanntheitsziele innerhalb kurzer Zeit erzielt werden.

Kunden zu echten Fans machen

Die User – Follower, Fans oder Abonnenten – können das Unternehmen durch Social Media Aktivitäten näher kennenlernen. Sie erhalten Einblick hinter die Kulissen und lernen die Mentalität der Mitarbeiter besser kennen. Durch Postings und Aktionen kann das Unternehmensimage gezielt und langfristig aufgebaut werden. Durch die Offenheit des Unternehmens ist es zudem möglich, dass die Identifikation mit dem Unternehmen steigt. Mit kreativen Ideen kann somit nicht nur das Sharing von Inhalten erzielt, sondern User können außerdem zu echten Fans werden. Dabei gilt: Je höher die emotionale Bindung ist, desto eher binden sich die Kunden auch langfristig.

Absatz steigern mit relativ geringen Mitteln

Durch konkrete Social Media Aktionen oder auch durch Social Media Advertising kann der Absatz kurzfristig erhöht werden. Der Kostenaufwand ist im Gegensatz zu anderen klassischen Medien wie TV oder Print relativ gering und kann dennoch eine vergleichbare Wirkung erzielen (abhängig von der Zielgruppe). Vor allem durch die Systematik des Teilens und der Weiterempfehlung können Aktionen auch noch Tage nach der Veröffentlichung diskutiert und geteilt werden. Ein weiterer Vorteil bietet die genaue Zielgruppenansprache, die unnötige Kosten durch Streuverluste gering hält. Alter, Geschlecht und andere Merkmale können zuvor in der Strategie definiert und in der Anzeigenschaltung berücksichtig werden.

Die Zielgruppe im Dialog kennenlernen

Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Xing, YouTube und co bieten die einzigartige Chance für Unternehmen und Manager ihre Zielgruppe genauer kennenzulernen und Wissen über sie aufzubauen. Es geht lange nicht mehr nur um einen Monolog, in dem Unternehmen ihre Botschaften rausgeben. Vielmehr findet auf allen Social Media Kanälen ein Austausch in Form eines Dialoges statt. Die Stimmen und Meinungen der Fans können dabei strategisch genutzt werden: Anhand der Likes erkennen sie, was der Zielgruppe gefällt und was nicht. Produktvarianten können durch Umfragen abgestimmt werden. Die Kunden in kleine Unternehmensentscheidungen mit einzubinden, bietet nicht nur die Chance des Kennenlernens, sondern ermöglicht zudem die Steigerung der Identifikation mit dem Unternehmen. Die offene Kommunikation sowie die Interaktion mit der Zielgruppe beweisen das Vertrauen gegenüber der Zielgruppe und stärken dadurch zusätzlich die Beziehung.



Online Marketing erlaubt zielgenaues Targeting der Zielgruppe

Im Netz kann sehr genau nachvollzogen waren, welche Person gerade surft. Welches Alter sie hat, welches Geschlecht, welches Interessen sie hat u.s.w. Dementsprechend können zum Beispiel Online Display Ads zielgenau je nach Interesse des Users ausgespielt werden. Zudem kann durch sogenanntes „Retargeting“ Online-Display-Werbung nur Personen ausgespielt werden, welche bereits auf einer Unternehmens-Seite waren. So eine exakte Ansprache einzelner, eventuell kurz vor einer Konversion Stehender ist z.B. über klassische Plakat-Werbung kaum möglich – ein klarer Vorteil von Online Marketing.

Risiken und mögliche Nachteile von Social Media

Social Media Aktivitäten und die damit verbundene Offenheit gegenüber der Zielgruppe haben nicht immer Vorteile. Transparenz bietet eine größere Angriffsfläche für Unternehmen. Hinzukommt, dass das Betreiben einer sozialen Plattform nicht nur aufwendig, sondern vor allem auch durch den Einsatz von Mitarbeitern Kosten verursacht. Hier die wichtigsten Nachteile kurz zusammengefasst:

Der Shitstorm

Unternehmen teilen in Social Media Kanälen alle relevanten Aktivitäten und Wissen mit ihren Fans bzw. Users. Sie treten auf ihrer Fanpage in einen echten Dialog mit ihren Kunden. Für Unternehmen bringt diese offene Kommunikation jedoch auch ein Risiko mit sich, weil die Social Media Plattform nicht nur nette Gespräche, sondern auch Angriffsfläche für Kritik bietet. Immer häufiger geraten Unternehmen, wie sich einen Fehltritt erlaubt haben, in einen Shitstorm in sozialen Netzwerken – egal ob Facebook, Twitter oder YouTube. Ein Shitstorm ist ein “Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“ (Quelle). Durch Social Media können Fehltritte durch Sharing-Funktionen, wie dem Teilen von Inhalten, sehr schnell kommuniziert werden. Schon ein unangemessenes Bild oder ein Kommentar auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen kann die Fans verärgern und in Rage geraten lassen.

Folgen eines Shitstorms

Mit welchen Folgen muss ein Unternehmen rechnen, wenn es in einen Shitstorm gerät? Wenn der Shitstorm nur kurz andauert und schnell wieder vergessen wird, dann werden vielleicht nur kurzzeitige Umsatzrückgänge verzeichnet. Ist der Shitstorm jedoch so gravierend, dass Fans diesen Vorfall nicht so schnell verzeihen, dann kann das Unternehmen einen länger andauernden Imageschaden und negative Reputation davontragen. Berichte über Shitstorms auf T3N oder anderen Medienplattformen zeigen, dass Unternehmen heutzutage nachhaltig und sozial agieren müssen. Fans und Kunden haben einen immer höheren Anspruch an Unternehmen und beobachten diese ganz genau.

Der Umgang mit Kritik & Trollen

Es muss nicht immer gleich ein Shitstorm sein, aber dennoch ist das Unternehmen regelmäßig der Kritik ausgesetzt. Prinzip sozialer Netzwerke ist es, dass jeder seine Meinung frei äußern kann. Dies bedeutet aber auch, dass der ein oder andere auch mal Kritik öffentlich macht. Dies kommt relativ häufig vor, wenn Kunden mit dem Kundenservice oder ähnlichem nicht zufrieden sind. Unternehmen müssen deswegen stets erreichbar sein sowie 24 Stunden, 7 Tage die Woche alle Social Media Aktivitäten überprüfen und auf Kommentare antworten. Manchmal sind auch sogenannte Trolle in sozialen Netzwerken unterwegs, die Unternehmen gezielt kritisieren und provozieren. Das Antworten oder eine beruhigende Diskussion mit diesen Trollen sind oftmals nicht zielführend, da sie nicht milde gestimmt werden können und eher destruktiv agieren. Das Ignorieren solcher Kommentare ist oftmals die beste Lösung. Doch die Entscheidung, ob auf einen kritischen Kommentar reagiert werden soll oder nicht, liegt beim Mitarbeiter oder Manager. Mit solchen Situationen professionell umgehen zu können erfordert Schulungen von Mitarbeitern und das Erstellung einer Strategie – und bringt somit auch einen Kostenaufwand mit sich.

Social Media Marketing kostet nicht viel, aber es kostet

Social Media Marketing zu betreiben heißt also, dass ein ganzes Team Vollzeit mit der Kommunikation und dem Austausch mit ihren Fans beschäftigt ist. Für ein Unternehmen bringt dies Kosten für Personal mit sich. Kosten entstehen nicht nur für das tägliche Betreiben, sondern auch eine Strategie muss zuvor entwickelt werden. Nur halbherzig geführte Social Media Kanäle sind meistens erfolglos und handeln dem Unternehmen oder Manager eher Ärger ein, als das sie die Marketingziele erreichen. Vor allem bei einem Shitstorm ist ein geschultes Team für das Krisenmanagement unabdingbar. Zum Teil sind auch Schulungen im Journalismus notwendig, um markengerechte Kommunikation zu gewährleisten. Nur weil der Begriff „Social Media“ in den Medien und Online-Portalen wie T3N diskutiert wird, heißt dies nicht, dass der Einsatz für alle sinnvoll und nachhaltig ist. Aufgrund der aufkommenden Kosten sollte jedes Unternehmen deswegen genau überlegen, ob das Betreiben eines Social Media Kanals zur Erreichung der Marketingziele beitragen kann.

Die Social Media Analyse

Eine Social Media Analyse macht immer dann Sinn, wenn Strategien definiert oder Erfolgskontrollen durchgeführt werden. Analysen können dementsprechend zu mehreren Zeitpunkten stattfinden: Zum einen vor dem eigentlichen Start des Unternehmensprofils und zum anderen zur Optimierung und Kontrolle während das Profil schon aktiv ist.

Social Media Analyse zur strategischen Planung

Bevor ein Unternehmensprofil auf sozialen Netzwerken eingerichtet und gestartet wird, sollte sich ein Unternehmen genau überlegen, ob die Kommunikation auf diesen sozialen Plattformen überhaupt sinnvoll ist. Manchmal eignen sich andere Medien wie ein Magazin oder TV besser zur Erreichung und Ansprache der Zielgruppe. Deswegen sollte sich vor der Einrichtung eines Unternehmensprofil folgende Fragen gestellt werden: Ist die Zielgruppe auf den sozialen Netzwerken überhaupt aktiv? Wenn ja, auf welchen genau? Welche Inhalte könnte sie ansprechen? Können die zuvor festgelegten Ziele mit der Kommunikation auf sozialen Plattformen erreicht werden?Jede soziale Plattform – egal ob Facebook, Twitter, Xing, Instagram oder Pinterest – hat eine bestimmte Ausrichtung (eine Art inhaltlicher Leitfaden) und bedient somit auch unterschiedliche Zielgruppen. Xing beispielsweise bezieht sich vor allem auf ein professionelles und berufliches Umfeld wohingegen Pinterest eher thematisch kreativ ausgerichtet ist. Die Zielgruppenanalyse dient dazu, die richtigen Menschen auf der richtigen Plattform zu erreichen. Hier können Studien oder Umfragen in der Marktforschung durchgeführt werden. Denn nicht immer ist eine aktive Kommunikation auf allen Netzwerken sinnvoll. Die Zielgruppenanalyse dient zudem als Basis für weitere strategische Schritte: Erst wenn die Zielgruppe analysiert, priorisiert und final festgelegt ist, können entsprechende Kanäle ausgewählt und eine Content-Strategie entwickelt werden.

Social Media Analyse zur Kontrolle der Zielerreichung

Erreicht die Kommunikation auf den sozialen Netzwerken überhaupt die zuvor festgelegten Ziele? Die in der Strategie definierten Zielwerte müssen regelmäßig kontrolliert werden. Erst durch stringente Messung in Form von Monitoring kann gewährleistet werden, dass die Ziele auch tatsächlich erreicht werden. Die Beliebtheit und Reichweite der Inhalte wie Bilder, Texte, Videos können durch regelmäßige Social Media Analysen erkannt und ggf. optimiert werden. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt „Monitoring“.

Social Media Jobs

Social Media Manager

Der Beruf des Social Media Managers ist vielseitig und herausfordernd. Ein Social MediaManager ist in erster Linie für die Unternehmenskommunikation verantwortlich. Aufsozialen Plattformen wie Facebook, Twitter und Google+ präsentiert er das Unternehmen,indem er zielgruppenorientierten Content erstellt: er recherchiert nach geeigneten Themen,plant und verfasst Beiträge und Kampagnen für die sozialen Netzwerke und führt(Erfolgs)Analysen zur Performance der einzelnen Kanäle durch. Haben die Fans oderFollower Fragen oder Kritik geht der Social Media Manager darauf ein.

Anforderungen an Social Media Manager

Der Social Media Manager - ein junges, dynamisches Berufsbild - arbeitet in einer aufstrebenden Branche, in der er seine Affinität für das Social Web auch beruflich ausleben kann. Es ist von Vorteil, als Social Media Manager eine hohe Kommunikationsstärke und Sozialkompetenz zu besitzen. Ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen ist ebenfalls notwendig, um den Kundenvorstellungen und –wünschen gerecht zu werden. Auch technisches Verständnis und ein gewisses Maß an analytischem Denkvermögen sind wichtig, da ein Experte für soziale Medien verschiedene Tools und Programme bedienen muss.

Branchen, in denen Social Media Manager arbeiten

Social Media Manager sind in Unternehmen in verschiedenen Wirtschaftszweigen einsetzbar. Besonders Branchen, die einen engen Kundenkontakt pflegen müssen, brauchen die Unterstützung von Social Media Experten. Mögliche Branchen sind unter anderem: Telekommunikation, Informationsbranche, Technik, Multimedia, Medienwirtschaft, Versicherungen.

Gehalt und Ausbildung eines Social Media Managers

Das Gehalt eines Social Media Managers liegt im Durchschnitt bei etwa 3.000 Euro brutto monatlich, variiert aber je nach der Größe des Unternehmens, dem Wirtschaftszweig und den Qualifikationen des Angestellten. Es gibt keine klassische Ausbildung zum Social Media Manager. Die meisten Personen, die diesen Beruf ausüben, haben ein abgeschlossenes Studium und eine entsprechende Weiterbildung, meist eine betriebliche, hinter sich. Manche ausgebildete Social Media Manager machen sich selbstständig, gründen eine eigene Agentur für Social Media Beratung und geben selbst Seminare zu Social Web Themen. Aus der Masse an Agenturen herauszustechen erfordert jedoch ein einzigartiges Konzept.

Social Media in verschiedenen Branchen

Social Media in der Versicherungsbranche

Unternehmen, die soziale Medien nutzen, profitieren von einem verändertenKommunikationsverhalten und einer engeren Beziehung zu den Kunden. Auch in derVersicherungsbranche nehmen die sozialen Netzwerke einen immer höheren Stellenwertein.

Digitalisierung in der Versicherungsbranche

Laut der TCS (Tata Consultancy Services) Studie haben 52 Prozent der befragtenVersicherungsunternehmen seit 2011 ihre Social Media Aktivitäten gestartet. Nur 3% derUnternehmen waren bereits vor 2009 auf Plattformen wie Facebook & Co. aktiv. Eine weitere Studie- von AMC und der Kölner Rich Media Agentur .dotkomm - hat 120 deutsche Versicherungen nachihrem mobilen Engagement untersucht. 43% der befragten Versicherungen hatten keine freizugängliche mobile App. Die Ergebnisse beider Studien zeigen, dass das Thema Mobilität in derVersicherungsbranche auf jeden Fall angekommen, dessen Wachstumspotenzial aber nochausbaufähig ist.

Die Content Marketing Strategie ist wichtig

Laut der TCS (Tata Consultancy Services) Studie haben 52 Prozent der befragtenVersicherungsunternehmen seit 2011 ihre Social Media Aktivitäten gestartet. Nur 3% derUnternehmen waren bereits vor 2009 auf Plattformen wie Facebook & Co. aktiv. Eine weitere Studie- von AMC und der Kölner Rich Media Agentur .dotkomm - hat 120 deutsche Versicherungen nachihrem mobilen Engagement untersucht. 43% der befragten Versicherungen hatten keine freizugängliche mobile App. Die Ergebnisse beider Studien zeigen, dass das Thema Mobilität in derVersicherungsbranche auf jeden Fall angekommen, dessen Wachstumspotenzial aber nochausbaufähig ist.

Social CRM gewinnt an Bedeutung

Durch den Einsatz von Social Media in der Versicherungsbranche ergeben sich auch neue Möglichkeiten für das Social CRM (Customer Relationship Management). Versicherungen erfahren mehr über ihre Kunden, deren Vorlieben, können zielgruppenorientierte Angebote erstellen und davon in Hinsicht Kundenbindung enorm profitieren.

Social Media für Ärzte

Wenn man sich den Social Media Einsatz im Gesundheitsbereich anschaut, stellt man fest: Institutionen wie die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) sind bereits weiter als die meisten Ärzte und Kliniken. Sie informieren und tauschen sich schon seit Jahren mitihren „Fans“ über Social Media aus. Doch auch Arztpraxen entdecken die Vorteile einerKommunikation über Social Media zunehmend für sich. Der Umgang damit sollte aktiv, aberrisikobewusst sein.

Vorteile des Einsatzes von Social Media für Ärzte

Arztpraxen und Kliniken profitieren von ihrer Präsenz auf sozialen Netzwerken wie Facebookund Co. in vielerlei Hinsicht. Sie können zum einen ihre Bekanntheit bzw. Reichweitesteigern und ihr Image aufbauen und kontinuierlich pflegen. Außerdem haben sie durch eingutes Praxismarketing die Möglichkeit, Patienten an sich zu binden. Das Social MediaMarketing wirkt sich auch positiv darauf aus, wie eine Praxis über aktuelle Themeninformiert. Über soziale Plattformen können sie schnell kommunizieren, wenn siebeispielsweise neue Mitarbeiter suchen oder eingestellt haben. Außerdem können Fragengeklärt werden wie: Welche Impfungen stehen an? Wann ist die Praxis im Urlaub? Wer istder stellvertretende Arzt? Social Media bieten sich für Ärzte auch an, um sich mit Patienten überwichtige Themen auszutauschen.

Empfehlungen im Umgang mit Social Media

Im Umgang mit Social Media gibt es auch einige Risiken, die jeder Arzt vermeiden sollte. Die Bundesärztekammer hat ein paar Empfehlungen zum Umgang mit Social Media herausgegeben. Ärzte müssen selbstverständlich ihre Schweigepflicht beachten: es ist nicht erlaubt, Patienteninformationen auf sozialen Plattformen zu veröffentlichen. Wichtig ist es auch, die Netiquette zu beachten: herabsetzende oder unsachliche Äußerungen sind auf sozialen Netzwerken ein Tabu, ebenso falsche Informationen, beispielsweise über andere Ärzte und Arztpraxen.