Performance Marketing: Mit klaren Fakten zum Erfolg

von Nina Probst

Dank passender Kennzahlen lassen sich Kampagnen im Performance Marketing perfekt steuern. Warum das sinnvoll ist und wie es funktioniert, erklären wir in diesem Beitrag.

Die Möglichkeiten im Online Marketing sind weitreichend. Verschiedene Kanäle und unterschiedliche Kampagnen sollen die Zielgruppe zum Kaufen, Klicken und zu anderen Interaktionen animieren. Um dabei möglichst wenige Umwege in Kauf nehmen zu müssen, hilft es, den Marketing-Erfolg zu überwachen und zu analysieren. Das heißt konkret: Mit Performance Marketing kommen Kampagnen schneller zum Ziel.

Was ist Performance Marketing?

Performance Marketing ist eine Strategie im Online Marketing, die darauf abzielt, die Erfolge einer Kampagne genau zu messen. Während das etwa bei Printwerbung äußerst schwierig ist, kann bei digitalen Anzeigen sehr genau nachvollzogen werden, wie sie auf die Nutzer wirken. Mittels Cookies oder anderer technischer Möglichkeiten lassen sich Klicks und Käufe gut auf einzelne Kampagnen zurückführen. Dazu werden sogenannte Key Performance Indicators (KPIs) oder Marketing Metriken herangezogen. Die wichtigsten Merkmale im Performance Marketing sind:

  • Messbarkeit: Performance Marketing zeichnet sich dadurch aus, dass vorab definierte Ziele gemessen werden können, um Erfolg und Misserfolg anzuzeigen.
  • Modularität: Die unterschiedlichen Kampagnen im Performance Marketing werden einzeln budgetiert und lassen sich in Segmente unterteilen.
  • Optimierung: Nach dem Messen der Kennzahlen lassen sich die einzelnen Kampagnen im Performance Marketing aufgrund der Auswertung optimieren.

Warum ist Performance Marketing sinnvoll?

In einem umfangreichen Online Marketing Mix mit verschiedenen Kampagnen hilft eine datenbasierte Auswertung dabei, den Erfolg oder Misserfolg der einzelnen Komponenten einer Strategie zu messen. Durch Performance Marketing lassen sich Budgets besser planen und Kampagnen besser nachjustieren.

Performance Marketing ermöglicht …

… eine schnelle Optimierung
… eine erfolgsbasierte Abrechnung
… den Einsatz verschiedener Modelle und Kanäle
… die Zielgruppe besser kennenzulernen

Dabei ist allerdings wichtig, dass Performance Marketing Kampagnen über einen längeren Zeitraum laufen. Für eine kurzfristige Lösung eignet sich die Strategie daher weniger.

Die wichtigsten Performance Marketing KPIs

Damit Performance Marketing richtig eingesetzt werden kann, müssen jeder Kampagne die passenden KPIs zugeordnet werden, nach denen die Kampagne später bewertet werden soll. Je nach Zielsetzung und Markt können das unterschiedliche Kennzahlen sein. Die wichtigsten und gängigsten allgemeinen KPIs sind:

  • Umsatz und ROI: Der Umsatz und das Umsatz-Kosten-Verhältnis sind für viele Unternehmen die wichtigste Kennzahl einer Werbekampagne.
  • Conversions: Klicks, Kontaktanfragen, Warenkorbabschlüsse, Anrufe etc. zeigen die Aktionen der Nutzer auf der Webseite.
    (Tipp: Lesen Sie unseren Artikel "7 Tipps für eine optimale Conversion Rate".)
  • CPA, Cost Per Conversion: Diese Kennzahl zeigt die Kosten pro Nutzeraktion an.
  • Reichweite: Wie viele Nutzer die Werbekampagne erreicht hat, ist ebenfalls eine wichtige Kennzahl für den Erfolg einer Kampagne.
  • Bounce Rate: Diese Kennzahl gibt an, wie viele Nutzer zwar die Seite aufgerufen, dann aber keine Aktion gemacht haben.

Je nach Kanal und Kampagne lassen sich außerdem spezifische KPIs heranziehen:
(Die nachfolgende Übersicht können Sie hier als PDF herunterladen.)

Performance Marketing; Tabelle mit KPIs

Tipps: So funktioniert Performance Marketing

Damit Performance Marketing am Ende aussagekräftige Ergebnisse liefert, müssen die Kampagnen gut geplant und strukturiert sein. Außerdem müssen Ziele und KPIs aufeinander abgestimmt sein, damit sich für die Marketing-Strategie die richtigen Schlüsse ableiten lassen.

1. Marketingziele formulieren

Zu Beginn jeder Kampagne sollten Ziele definiert sein, an denen der (Miss-)Erfolg festgemacht werden kann. Diese Ziele sollten klar formuliert und messbar sein. Zum Beispiel: 1.000 neue Newsletter-Abonnenten innerhalb von einem Monat. Je konkreter die Ziele, umso besser lassen sie sich messen. Es empfiehlt sich außerdem, kurz-, mittel- und langfristige Ziele zu setzen über den Verlauf der Kampagne hinweg.

2. Instrumente auswählen

Worüber sollen diese Ziele erreicht werden? Die Kanäle der Kampagne sind wichtig und sollten gut überlegt sein. Sie haben alle Vor- und Nachteile. Lassen sich die Newsletter-Abonnenten besser mit Social Media Marketing oder durch Suchmaschinenoptimierung der Webseite generieren? Manchmal macht auch ein individueller Marketing-Mix Sinn.

3. Überwachen der Kampagnen

Mit verschiedenen Tools und technischen Möglichkeiten lassen sich die definierten Ziel-KPIs nun überwachen – und das meist in Echtzeit. Mit den passenden Tracking-Tools wie etwa Google Analytics werden transparente Entscheidungsprozesse möglich. Die Ergebnisse sollten dabei sehr regelmäßig überwacht werden, um bei Bedarf sofort einzugreifen.

4. Optimierung der Maßnahmen

Spiegeln die gemessenen Ergebnisse das wieder, was man sich erwartet oder erhofft hatte? Oder eher nicht? So oder so: Anhand der Zahlen und Daten können die Kampagnen oder Teile davon sofort optimiert werden, bis das Ergebnis dem entspricht, was man sich als Ziel gesetzt hat. Insbesondere zu Beginn einer Kampagne ist daher empfehlenswert, die Zahlen sehr regelmäßig zu überprüfen.

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16 Performance Marketing Tools für verschiedene Kanäle

Performance Marketing Tools helfen dabei, die definierten Ziele und KPIs zu messen. Dabei gibt es sowohl kostenlose als auch teure Lösungen, die je nach Budget, Zielsetzung und Größe der Kampagne eingesetzt werden können. Außerdem gibt es für die verschiedenen Marketing-Kanäle von E-Mail über SEO bis Social Media verschiedene Online Marketing Tools.

E-Mail:

  • bestHeads
  • Mailchimp
  • Hubspot
  • Sendingblue

SEO/SEA:

  • Sistrix
  • SEMrush
  • Xovi
  • Google Trends

Social Media:

  • Hubspot
  • Hootsuite
  • Swat
  • Contentbird

Webanalyse:

  • Google Analytics
  • Matomo
  • Hotjar
  • Chartbeat
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