Digital Storytelling: 7 Tipps für bessere Geschichten

von Felicitas Call

Erfolgreiches Content Marketing heißt, Marketingbotschaften im Gedächtnis der Zielgruppe zu verankern. Am besten gelingt dies mit der Storytelling-Methode, denn sie verbindet Fakten mit Emotionen.

Das Wort Content ist sehr breit gefächert und kann daher viele verschiedene Formen annehmen. Was macht also erfolgreichen Content aus? Auftritt Storytelling: Denn wer sein Zielpublikum mit Content begeistern möchte, sollte gut darin sein, Geschichten zu erzählen. Storytelling im Content Marketing schafft nicht nur Neugier, eine Marke zu entdecken, sondern bietet auch den Anreiz, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Statt plumpe Marketingbotschaften zu verbreiten und monotone Promotion zu betreiben, treten beim Storytelling Unternehmen und Zielgruppe in den Dialog. Mehr noch, durch Storytelling wird eine emotionale Verbindung zwischen Erzähler*innen und Zuhörer*innen geschaffen. Clevere Content Creators erreichen dadurch ihr Wunsch-Publikum. Dabei handelt es sich um Personen, die sich wirklich mit einer Marke identifizieren und sich gerne mit ihr auseinandersetzen. Ist die Emotion via Storytelling erstmal hergestellt, lassen sich Marketingbotschaften viel leichter im Gedächtnis etablieren als trockene Fakten. Um eine stringente Online-Marketing-Strategie zu verfolgen, sollte Storytelling daher in allen Kanälen vorkommen, wo Content produziert wird: in Blogposts, Videos, Instagram-, Facebook- und Twitter-Postings etc. Kurz gesagt, in allen Netzwerken, die für Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe relevant sind. Unabhängig davon um welchen Kanal es sich handelt, bieten die folgenden Storytelling-Tipps Orientierung. Befolgen Sie unsere Tipps der Reihe nach, damit Ihre Botschaften dauerhaft im Gedächtnis ihres Wunsch-Publikums bleiben.

1. Brand Story kennen und verstehen

Nur wer seine eigene Geschichte versteht, kann sie anderen glaubhaft vermitteln. Gutes Storytelling setzt also voraus, dass Unternehmer*innen ihre eigene Brand Story kennen und wissen, wofür ihre Marke steht. Obwohl dieser Schritt einleuchtend scheint, wird er in der Praxis oft unzureichend genutzt. Starten Sie am besten mit der Gründungsgeschichte Ihrer Marke. Gehen Sie dann zu deren Zweck und Werten über. Besonders das „Warum“ sollte so klar wie möglich kommuniziert werden. Weitere Fragen, die Sie sich stellen (und beantworten) sollten, sind:

  • Welche Meilensteine und Veränderungen prägen Ihre Marke?
  • Welche Mission und Vision vertritt Ihre Marke?
  • Wer sind die Menschen dahinter?
  • Welche Kernbotschaften sollen vermittelt werden?

Die Beantwortung all dieser Fragen sollten Sie gründlich ausarbeiten. Somit bilden Sie eine solide Basis, auf der ihre künftigen Stories aufbauen.

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2. Bedürfnisse der Zielgruppe im Fokus

Storytelling heißt auch, Geschichten so zu erzählen, dass sich das Wunsch-Publikum angesprochen fühlt. Dazu müssen Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe kennen. Hier empfiehlt es sich, mit sogenannten Personas zu arbeiten. Im Marketing sind damit die idealen Vertreter*innen Ihrer Zielgruppe gemeint. Je genauer Sie deren Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen benennen, desto eher schaffen Sie eine Sprache, die Ihr Wunsch-Publikum hören will. Stellen Sie dabei immer den Mehrwert für die Persona und nicht bloß Ihre Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund. Beachten Sie, dass die Bandbreite der Bedürfnisse auch Schmerzpunkte beinhaltet. Emotionen schaffen Sie, indem Sie konkret auf Probleme eingehen und mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung Lösungen anbieten. Als Beispiel: Angenommen Ihr Produkt ist Bio-Tee: Ihr Storytelling dreht sich idealerweise rund um die Themen Umweltschutz (Bedürfnis) oder verantwortungsvollen Konsum (Wunsch).

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3. Zielgruppe zu „Held*innen“ machen

Den Fokus nicht auf das eigene Produkt, sondern auf die Bedürfnisse des Wunsch-Publikums zu setzen, hat großes Potenzial. Somit werden Ihre Zuhörer*innen automatisch zu Held*innen der Geschichte, während das Produkt oder der Service die Nebenrolle spielt. Erfolgreich ist Storytelling nämlich dann, wenn sich die Zuhörer*innen damit identifizieren können. Die Story selbst sollte etwas über sie aussagen und deren Leben verbessern. Im besten Fall entsteht so ein Vertrauensverhältnis und Ihr Wunsch-Publikum fühlt sich von Ihrer Marke verstanden und bereichert.

4. Emotionen gekonnt auslösen

Emotionen lösen auch Interaktion aus. Und wenn gutes Storytelling im Content Marketing zu Likes, Kommentaren und Shares führt, werden Sie die Social-Media-Algorithmen mit mehr Reichweite belohnen. Es ist erwiesen, dass vor allem die Beiträge geteilt werden, die starke Gefühle auslösen. Content Creators sollten daher die Chance nutzen, mit ihren Geschichten zu berühren, zu überraschen und zu begeistern. Indem der Mensch selbst im Mittelpunkt steht, wird die Story automatisch persönlich und verleiht damit auch Ihrer Marke diese Persönlichkeit. Nutzen Sie das gesamte Spektrum der Emotionen, um im Gedächtnis zu bleiben. Dazu gehören Stolz, Glück und Mut genauso wie Ängste, Sorgen und Überwindung.

5. Call-To-Action

Wichtig ist nicht nur, Emotionen auszulösen, sondern auch Reaktionen zu antizipieren und damit entsprechend umzugehen. Ziel ist es, via Storytelling mit Ihrem Wunsch-Publikum in Dialog zu treten. Um diesen am Laufen zu halten, stellen Sie Fragen, die für Ihre Zielgruppe relevant sind und die sich auf Ihr Posting beziehen. Indem Zuhörer*innen ermutigt werden, ihre Sichtweise zu einem Thema kundzutun, bleiben Sie im Gespräch und erfahren nebenbei weitere Insights über Ihr Publikum. Gehen Sie auf Kommentare ein und zeigen Sie Interesse, bauen Sie eine Community auf, die auf authentischen Beziehungen beruht.

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6. KISS-Prinzip im Storytelling

Keep it short and simple – ist ein gängiger Leitsatz im Marketing, der auch auf Storytelling zutrifft. Verzichten Sie daher auf komplexe Geschichten und setzen Sie auf die Emotion, die Ihre Story auslösen soll. Als Richtwert halten Sie sich an die 8-Sekunden-Regel: so lange (oder kurz) ist nämlich die menschliche Aufmerksamkeitsspanne. Ein guter Einstieg soll die Aufmerksamkeit wecken, dann kommt die Emotion – Bilder oder Videos verlängern diese, da sie selbst weitere Bildwelten im Kopf erzeugen.

7. Mehrwert schaffen

Der Mehrwert ist die Quintessenz von gutem Storytelling. Beachten Sie diese praktischen Tipps, damit Ihnen die Umsetzung gelingt: Ihr Content sollte in Text und Bild immer konsistent sein, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Erzählen Sie authentische Geschichten, niemals erfundene Stories. Die Bedürfnisse Ihres Publikums sollten immer im Mittelpunkt stehen. Zu guter Letzt vergessen Sie nicht, Ihren Content stilistisch an die jeweilige Plattform anzupassen.

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