5 Fakten zum Instagram Algorithmus

Von Nora Horn | Job Know-How

Aug 13
Instagram Algorithmus

Instagram ist zu einem wirksamen Marketinginstrument geworden, welches von immer mehr Unternehmen für gezielte Marketingaktivitäten genutzt wird. Allerdings machen viele Social Media Manager und Online Marketer beim Umgang mit Instagram viele Fehler, welche die Reichweite deutlich einschränken und somit den Nutzen beinahe negieren. Es gilt den Instagram Algorithmus gezielt zu nutzen und zum eigenen Vorteil zu verwenden. Wir zeigen Ihnen, welche fünf Fakten Sie über den Algorithmus kennen müssen und wie Sie von diesem Wissen profitieren.


Die Auswirkungen von Texten, Bildern und CTA’s

Mit der Möglichkeit von Call-To-Action-Interaktionen in den Instagram Postings wurden die Möglichkeiten für das gezielte Marketing deutlich erweitert. Doch um wirklich erfolgreich zu sein und vom Instagram Algorithmus beachtet zu werden, gilt es die richtige Kombination aus Bild, Text und CTA zu treffen. Und hier scheitern viele Unternehmen und Marketing-Experten, da jedes soziale Medium anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt.

Bei Instagram kommt es vor allem darauf an, Reaktionen der Nutzer auf Instagram selber zu erzeugen. Das bedeutet, dass Bilder und Text im Mittelpunkt stehen müssen. Die Nutzer müssen also zwingend auf diese reagieren wollen. Nun beginnt das eigentliche Problem. Denn die Ansprache der CTA muss zu Ihren Followern passen und diese gezielt motivieren. Ab einer Größenordnung von 1.000 Impressionen sollten Sie besonders aufmerksam interagieren und die CTA’s tatsächlich über A/B Tests prüfen, um für möglichst viele Reaktionen zu sorgen. Der Algorithmus erkennt recht schnell, welche CTA’s relevant und wichtig sind und wird Ihre Postings entsprechend pushen und voranbringen.

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Welche Relevanz haben Interaktionen/Engagement?

Um die Auswirkungen der Interaktionen zu bewerten, müssen wir zunächst einmal über die Sichtbarkeit der Postings auf Instagram sprechen. Wenn Sie einen neuen Post auf Instagram verfassen, wird dieser zunächst ungefähr 10 Prozent Ihrer Follower angezeigt. Verfügt Ihre Seite also über 10.000 Follower, so wird das Posting nur 1.000 davon angezeigt. Die Reaktionen der Nutzer auf Ihren Post haben nun eine entscheidende Bedeutung. Denn innerhalb der nächsten Stunde müssen möglichst viele Nutzer den Post mit Likes oder Kommentaren unterstützen. In diesem Fall wird das Posting auch den restlichen 90 Prozent Ihrer Follower angezeigt. Wenn das Posting allerdings keine Reaktion auslöst, dann wird es überhaupt nicht weiter angezeigt. Es gilt also die Postings so zu gestalten, dass diese möglichst zu sofortigen Interaktionen aufrufen. Ansonsten lässt der Instagram Algorithmus den Post im Nirvana verschwinden.

Doch nicht nur die Reaktionen Ihrer Follower spielen eine wichtige Rolle. Auch Ihre direkten Reaktionen auf die Likes und Kommentare haben enorme Auswirkungen auf die Sichtbarkeit Ihrer Postings. Je schneller Sie reagieren und je mehr Sie somit auf Ihre Follower eingehen, umso höher wird das Posting vom Algorithmus bewertet. Sie können somit auch gezielt Einfluss auf die Sichtbarkeit nehmen, wenn Sie nach dem Posten weiterhin aktiv bleiben.

Vorsicht: Emojis mögen zwar eine gute Möglichkeit darstellen auf Nutzer zu reagieren, werden vom Algorithmus allerdings nicht als Reaktion bewertet. Auch Kommentare mit weniger als vier Wörtern werden mittlerweile nicht mehr erfasst und sind aus diesem Grund ebenfalls zu vermeiden. Lieber die Antwort ein wenig ausführlicher gestalten, dafür aber von dem Algorithmus und seinen Auswirkungen profitieren.

Welche Bedeutung hat die Interaktionszeit?

Wie oben bereits genannt, spielt die erste Stunde nach dem Posting die wohl größte Rolle. Denn Instagram ist durchaus als flüchtiges Medium zu bezeichnen, welches von seiner Lebendigkeit und seiner Schnelllebigkeit profitiert. Aus diesem Grund müssen zwingend in der ersten Stunde möglichst viele Likes und Kommentare erzeugt werden, um die Reichweite des Postings gezielt auf alle Follower zu erhöhen. Gelingt dies nicht, kann das Posting abgeschrieben werden, da es nur 10 Prozent der Zielgruppe überhaupt erreicht hat. Es lohnt sich schlichtweg nicht, Energie in ein Posting zu investieren, wenn dieses bereits älter als eine Stunde ist. Die einzige Ausnahme tritt dann ein, wenn die entsprechende Interaktion erreicht wurde und somit die Sichtbarkeit des Postings bei allen Followern gegeben ist. Dann kann eine Interaktion beziehungsweise Reaktion maßgeblich dabei helfen, die gewünschte Markenbotschaft zu bestärken.

Welche Hashtags wirken am Besten und wie sollten Hashtags optimal eingesetzt werden?

Hashtags sind für den Instagram Algorithmus besonders wichtig und sorgen dafür, dass die Reichweite eines Postings sich nachhaltig verbessern kann. Lange Zeit war es üblich die Hashtags im ersten Kommentar unterzubringen. Das ist allerdings keine gute Idee, da diese in einem solchen Fall nicht mehr vom Algorithmus erfasst und bearbeitet werden. Die Hashtags gehören wieder direkt in das Posting, da sie nur dann verarbeitet werden können.
Immer wieder ist zu sehen, dass Social Media Manager und Online Marketer auf vorgefertigte Sets von Hashtags zurückgreifen, welche sie unter jeden Post setzen. Das ist zwar bequem und kann durchaus sinnvoll erscheinen, doch echte Reichweite lässt sich mit diesen Hashtags nicht erzielen. Es ist viel zielführender und effektiver, zu jedem Posting passende Hashtags zu entwickeln, welche wirklich den Inhalt des Postings widerspiegelt. Das bedeutet zwar einen nicht unerheblichen Mehraufwand beim Erstellen von Postings, verschafft diesen aber eine erheblich größere Reichweite und somit mehr Potential als Marketingmaßnahme.

 

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Welche Art von Content wirkt am Besten? 

Auch wenn Bilder und Videos immer noch das Kernelement von Instagram darstellen, so bevorzugt der Instagram Algorithmus vor allem Stories. Es ist somit für Unternehmen besonders wichtig das Feature der Stories regelmäßig zu benutzen, da genau dieses Verhalten von Instagram gewünscht und entsprechend belohnt wird. Denn die Stories werden deutlich häufiger angezeigt und tauchen somit im Newsfeed der eigenen Follower deutlich regelmäßiger auf. Zudem zeigt Instagram immer zuerst die Stories von Profilen, mit welchen der Nutzer regelmäßig interagiert. Noch ein weiterer Grund regelmäßig auch in den eigenen Kommentaren aktiv zu werden und somit auf die eigenen Follower einzugehen. Je besser somit die Kundenarbeit bei einem Posting, umso größer die Chance mit den eigenen Stories an oberster Stelle im Newsfeed aufzutauchen.

Grundsätzlich gilt also: Wer viel mit seinen Nutzern interagiert, passende Hashtags setzt und vor allem auch regelmäßig Stories veröffentlicht, kann das Potential seiner Postings als Marketing-Instrument nachhaltig vergrößern und somit die effektive Reichweite erhöhen.

Über den Autor

Nora Horn studierte PR- und Medienmanagement und ist als Marketing Managerin bei der Social Media Akademie tätig. Sie betreut außerdem die Social Media Kanäle, die Webseite und den Unternehmensblog.