
Keyword-Recherche entscheidet heute über digitale Sichtbarkeit: Suchmaschinen und KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity bevorzugen strukturierte, relevante Inhalte mit klarer Nutzerintention – Keyword-Stuffing funktioniert dagegen nicht mehr.
Long-Tail-Keywords liefern oft die besseren Ergebnisse: Während Short-Tail-Keywords nur etwa 15–20 % Conversion-Rate erreichen, erzielen spezifische Long-Tail-Keywords häufig 70–80 % Conversion bei gleichzeitig geringerem Wettbewerb.
Erfolgreiche Keyword-Strategien kombinieren Suchvolumen, Wettbewerb und Conversion-Potenzial: Für Einsteiger sind Keywords mit 100–1.000 monatlichen Suchanfragen oft effizienter, da sie schneller Rankings, Traffic und Conversions ermöglichen.
Warum Keyword-Recherche heute entscheidend ist
Eine Website ohne gezielte Keyword-Strategie bleibt unsichtbar – unabhängig davon, wie gut Design oder Inhalte sind.
Das hat zwei Gründe:
- Suchmaschinen wie Google ordnen Inhalte anhand von Keywords und Nutzerintention
- KI-Suchsysteme (z. B. ChatGPT, Perplexity oder Google AI) greifen bevorzugt auf strukturierte, relevante Inhalte zurück
Die Konsequenz: Keyword-Recherche ist nicht mehr nur ein SEO-Thema, sondern die Grundlage für digitale Auffindbarkeit insgesamt.
Für Sie als (Junior) Online Marketing Manager bedeutet das:
- Sie entscheiden mit Ihrer Keyword-Strategie aktiv über Reichweite
- Sie beeinflussen, ob Inhalte gefunden oder ignoriert werden
- Sie schaffen die Basis für Traffic, Leads und Umsatz
Was sind Keywords – und warum sind sie mehr als nur Suchbegriffe?
Keywords sind die Begriffe und Fragen, die Nutzer in Suchmaschinen eingeben. Ein häufiger Fehler besteht darin, Themen „aus dem Bauch heraus“ zu wählen. Denn das Problem ist: Suchverhalten ist oft überraschend und Nutzer suchen selten so, wie Unternehmen denken.
Deshalb basiert erfolgreiche Keyword-Recherche nicht auf Vermutungen, sondern auf Daten und Nutzerverhalten.
Die Basis jeder Keyword-Recherche: Suchintention verstehen
Suchmaschinen bewerten Inhalte danach, ob sie die Suchabsicht (also den „Intent“) erfüllen. Die zentrale Frage Ihrer Keyword-Recherche lautet daher: Warum sucht der Nutzer überhaupt?
Man unterscheidet drei Haupttypen:
Informational Intent
Der Nutzer sucht Wissen. Beispiel: „Was ist eine Blaulichtfilter Brille“
Navigational Intent
Der Nutzer sucht eine bestimmte Seite. Beispiel: „Brillen Mister Spex“
Transactional Intent
Der Nutzer will handeln (kaufen, buchen, anmelden). Beispiel: „Brille günstig online kaufen“
Unser Tipp: Gute Anhaltspunkte für die Recherche von Suchintentionen und “echten” Nutzeranfragen sind:
- Google Suggest
- „Ähnliche Fragen“-Box
- Foren (z. B. Reddit, Gutefrage)
- Social Media Kommentare
- Kundenfeedback

Was macht ein gutes Keyword aus?
Ein gutes Keyword erfüllt in der Regel drei zentrale Kriterien: Es hat eine solide Nachfrage, realistische Ranking-Chancen und hohe Relevanz.
Suchvolumen
Wie häufig wird nach diesen Begriffen gesucht?
- hoch = viel Traffic-Potenzial
- niedrig = oft spezifischer und konversionsstärker
Tipp: Werte im Bereich von 100–1.000 Suchen pro Monat sind für Einsteiger oft effizienter als sehr große Keywords.
Wettbewerb
Wie stark ist die Konkurrenz in den Suchergebnissen?
- hohe Konkurrenz = schwer zu ranken
- niedrige Konkurrenz = schneller sichtbar
Conversion-Potenzial
Wie wahrscheinlich ist eine Handlung?
Beispiel:
- Schlagwort „Brille“ → viel Traffic, wenig Conversion-Chancen
- Schlagwort „Kostenloser Sehtest München-Pasing“ → weniger Traffic, hohe Conversion-Chancen
Keyword-Typen: Der richtige Mix entscheidet
Short-Tail Keywords bestehen aus ein bis zwei Wörtern und haben hohe Konkurrenz. Long-Tail Keywords sind spezifischer und enthalten meist drei oder mehr Wörter.
Short-Tail-Keywords
- 1–2 Wörter (z. B. “Brille”)
- hohes Suchvolumen
- starke Konkurrenz
- niedrigere Conversion-Rate (~15–20 %)
Long-Tail-Keywords
- längere Suchphrasen (z. B. „Kostenloser Sehtest München-Pasing“)
- geringeres Suchvolumen
- höhere Relevanz und Conversion
- höhere Conversion-Rate (~70–80 %)
Nischen-Keywords
- sehr spezifisch
- wenig Wettbewerb
Best Practice für die Keyword-Auswahl: Kombinieren Sie alle drei Typen strategisch. Für Einsteiger sind Long-Tail Keywords die effizientere Wahl, da sie schneller Rankings und Conversions ermöglichen.
Wichtig: Keyword-Stuffing funktioniert nicht mehr. Entscheidend ist inhaltliche Relevanz und Mehrwert.
Keyword-Recherche für KI-Suche (GEO)
Ein oft unterschätzter Aspekt: Inhalte werden heute nicht mehr nur gerankt, sondern auch zitiert. KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die:
- klar strukturiert sind
- konkrete Antworten liefern
- aktuelle Daten enthalten
- verständlich formuliert sind
GEO-Best Practices:
- klare Überschriften (H2/H3)
- prägnante Absätze
- Definitionen und Erklärungen
- Listen und Tabellen
- direkte Antworten auf Fragen
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Keyword-Recherche
Schritt 1: Thema definieren
Beispiel: „Die richtige Lesebrille finden“
Schritt 2: Seed-Keywords sammeln
Nutzen Sie zunächst Google Autocomplete und verwandte Suchanfragen. Dadurch gelangen Sie zu Stichworten, wie:
- Lesebrille mit Blaulichtfilter
- Hochwertige Lesebrille Damen
- Lesebrille kaufen
Schritt 3: Keyword-Tools nutzen
- Suchvolumen prüfen
- Varianten finden (Short-Tail, Long-Tail und Nischen)
Schritt 4: Suchintention clustern
- informativ
- kommerziell
- transaktional
Schritt 5: Keyword-Cluster erstellen
Gruppieren Sie verwandte Begriffe und Prompts.
Beispiele:
- “Office Brille mit Blaulichtfilter”
- “Arbeitsplatzbrille Angebote Fielmann”
- “Beste Brillengläser für PC Arbeit”
- “Welche Bildschirmbrille hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?”
Schritt 6: Keywords priorisieren
Bewerten nach:
- Suchvolumen
- Wettbewerb
- Conversion-Potenzial
Schritt 7: Content erstellen
- klar strukturiert
- suchintentions-gerecht
- mit Mehrwert
Konkurrenzanalyse: Der unterschätzte Erfolgsfaktor
Eine professionelle Keyword-Recherche funktioniert nicht ohne Wettbewerbsanalyse. So gehen Sie vor:
- Geben Sie Ihr Ziel-Keyword bei Google ein.
- Analysieren Sie die Top-10-Suchergebnisse.
- Prüfen Sie:
- Content-Typ (Blog, Shop, Landingpage)
- Umfang und Struktur (kurz & kompakt, wissenschaftlich & umfangreich)
- Suchintention (informativ, navigational, transaktional)
Auf diese Weise werden Sie verstehen, was bereits funktioniert – wenn die Top-Suchergebnisse zu Ihrem gewählten Keyword überwiegend Fachartikel sind, benötigt Ihr Content ebenfalls eine erklärende Struktur und eine werbliche Produktseite würde in diesem Fall nur schwer ranken.
Die besten Keyword-Tools im Vergleich
Kostenlose Tools
| Tool | Vorteile | Nachteile |
| Google Keyword Planner | Zuverlässige Keyword-Daten direkt von Google. Besonders gut, um Suchvolumen und erste Keyword-Ideen zu analysieren. | Voller Funktionsumfang nur mit aktivem Google-Ads-Konto. Daten sind teilweise eingeschränkt dargestellt. |
| Google Trends | Zeigt, wie sich Suchtrends im Zeitverlauf entwickeln. Hilft dabei, saisonale Themen und aktuelle Entwicklungen zu erkennen. | Keine exakten Suchvolumina. Lediglich relative Trendverläufe. |
| AnswerThePublic | Identifiziert echte Nutzerfragen und W-Fragen. Daraus lassen sich Content-Ideen mit hoher Relevanz ableiten. | Kostenlose Version ist in der Anzahl der täglichen Suchanfragen begrenzt. |
| Ubersuggest | Besonders einsteigerfreundlich. Einfache Bedienung und schnelle Keyword-Analysen. | Nur wenige tägliche Abfragen in der kostenlosen Version. |
Lesetipp: Wir haben für Sie einige kostenlose SEO Tools unter die Lupe genommen.
Kostenpflichtige Tools
| Tool | Vorteile | Zielgruppe |
| Sistrix | Sehr präzise SEO-Daten. Umfassende Sichtbarkeitsanalysen. Detaillierte Wettbewerbsvergleiche. | SEO-Profis, Agenturen, Unternehmen mit datengetriebenem SEO-Fokus. |
| Ahrefs | Starke Funktionen für Backlink-Analysen, Wettbewerbsrecherche und Content-Strategien. | Fortgeschrittene SEO-Anwender, erfahrene Online-Marketer. |
| SEMrush | All-in-One-Plattform für SEO, SEA, Content-Marketing und Wettbewerbsanalysen. | Marketing-Teams, die mehrere Disziplinen zentral steuern möchten. |
| KWFinder | Sehr übersichtliches Tool. Schnelle Identifikation von Keywords mit geringem Wettbewerb. | Einsteiger, Freelancer, kleinere Marketing-Teams. |
Fazit: Keyword-Recherche ist Ihre wichtigste SEO-Kompetenz
Keyword-Recherche ist kein einmaliger Prozess, sondern eine kontinuierliche Aufgabe. Wer erfolgreich sein will, muss:
- Nutzer und Suchintentionen verstehen
- Suchvolumina und Ranking-Chancen in Erfahrung bringen
- Inhalte strategisch SEO- und GEO-optimieren, mit einen Mix aus Keywords und Prompts
Ihr nächster Step: Keyword-Recherche professionell lernen
Wenn Sie Keyword-Recherche nicht nur verstehen, sondern strategisch und datenbasiert einsetzen möchten, ist fundiertes Wissen entscheidend.
In unseren Weiterbildungen für Online Marketing lernen Sie unter anderem:
- professionelle Keyword-Strategien
- SEO & Content-Marketing
- datengetriebene Optimierung
- Praxisanwendungen mit Tools
So entwickeln Sie sich vom Einsteiger zum gefragten SEO-Experten.

FAQ: Keyword-Recherche für Einsteiger
Wie viele Keywords sollte ich verwenden?
Ein Hauptkeyword und mehrere thematisch passende Nebenkeywords. Es gilt: Qualität vor Quantität.
Wie oft sollte ein Keyword im Text vorkommen?
Natürlich und sinnvoll – es ist keine feste Quote mehr relevant.
Wie lange dauert es, bis Keywords ranken?
Zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten – abhängig von Wettbewerb und Contentqualität.
Brauche ich teure Tools für die Keyword-Recherche?
Nein. Für den Einstieg reichen kostenlose Tools, wie Google Autosuggest und die Google Search Console.
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