Mobiles Nutzerverhalten – So können Unternehmen davon profitieren

Von admin | Job Know-How

Sep 26
Blondes Mädchen vor Holzwand symbolisiert mobiles Nutzerverhalten

Die Zeiten, in denen ein Besuch im Internet noch mit Tönen eines Modems angekündigt wurde und beim Surfen an ein Telefonat nicht zu denken war, sind vorbei. Das Internet und dementsprechend mobiles Nutzerverhalten sind im Wandel. Heutzutage sind mobile Nutzer im Netz weiter verbreitet als je zuvor und die Tendenz ist steigen. Konsequenzen hat das nicht nur für die Netzbetreiber und Smartphone-Hersteller, auch die Betreiber von Websites und Unternehmen, die eine starke Präsenz im Netz haben, müssen umzudenken lernen.

Mobiler, kleiner, schneller und besser – Das Smartphone als Gateway für mobiles Nutzerverhalten

Die ForwardGroup arbeitet jährlich an neuen Studien zum Thema Mobile Effects und mobiles Nutzerverhalten. Ziel der Forschung ist die Nachverfolgung des digitalen Nutzungswandels – weg vom Computer hin zum Handheld-Device. Alleine in Deutschland ist ein rasanter Anstieg zu verzeichnen.
Indes nutzen aufgrund einer Heise-Umfrage (von Februar 2017) 78 Prozent aller User über 14 Jahren ein Smartphone als Handy. Der Anteil der Smartphones am Handysegment liegt sogar über 80 Prozent.

Der Nutzeranteil in Deutschland hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, inzwischen setzen sogar viele Senioren auf ein Smartphone. Bei den über 65 jährigen ist der Anteil innerhalb eines Jahres um 11 Prozent auf 39 Prozent gestiegen. Knapp 80 Prozent aller User nutzen das Smartphone als Suchmaschine mit direkter Anbindung an Websites und knapp 70 Prozent surfen in sozialen Netzwerken mit der Möglichkeit der Weiterleitung an eine externe Seite. Stärker vertretene Aktivitäten am Smartphone sind lediglich noch die Nutzung von Foto- und Videofunktion und telefonieren/Nachrichten schreiben mit 100 Prozent. Mobiles Nutzerverhalten wird demnach immer wichtiger. Aufgrund dieser Statistiken wird deutlich wie wichtig es ist eine nutzerfreundliche Version für mobile Geräte zu besitzen.

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Mobiles Marketing wird zunehmend wichtiger

Durch Anbindungen an neue Technologien wie das Internet of Things, das Smart-Home und die Fernsteuerung verbundener Geräte dürfte die Nutzung des Smartphones im Alltag in den nächsten Jahren mit der Verbreitung des Internet 4.0 noch weiter ansteigen. Dies zeigt auch die von der ForwardGroup untersuchte Zahl der Heavy User. Waren 2014 nur 24,2% aller Smartphone Besitzer Heavy User, stieg der Anteil der Nutzer, die länger als eine Stunde am Tag mobil im Netz waren bis
2015 auf 40,4%. Auch hier ist die Nutzung eng mit einem Ausbau des mobilen Breitbandinternets verwoben. Auch die Gelegenheitsnutzer greifen zum Surfen bereits in drei Viertel aller Fälle lieber zum Smartphone als zum PC. Gerade hier liegen nicht nur wichtige Aspekte des mobilen Nutzerverhaltens, sondern auch Chancen für Unternehmer und Websitebetreiber.

Checkliste für mobilen Erfolg – Was User sich wünschen
1. Kürzere Texte, die leicht konsumiert werden können
2. Klare Grafiken, die auf den ersten Blick ihren Inhalt verraten
3. Großflächige Schaltflächen für eine einfache Bedienung z.B. Buttons, Produktfotos und Links
4. Eine Suchfunktion, die bei der schnellen Navigation der Seite hilft
5. Social-Sharing Möglichkeiten, um relevante Inhalte in sozialen Netzwerken teilen zu können

Nutzerfreundlichkeit durch responsive Design

Der Schlüssel in der Chance des Wandels liegt in der bestmöglichen Präsenz auf alle Geräten. Ein ansprechendes responsive Design, das auf allen Geräten mit der Auflösung und Größe des Displays skaliert, ist Grundvoraussetzung für ein freundliches mobiles Nutzerverhalten. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Usability über alle unterschiedlichen Gerätetypen hinweg optimiert ist und so User von allen Devices aus einen komfortablen Zugriff haben. Gerade bezüglich der Optimierung auf mobile Zugriffe ist dies von entscheidender Bedeutung, nicht nur aufgrund der steigenden Nutzerzahl. In Bezug auf eine Kaufintention ist die Suche am Mobilgerät deutlich aussagekräftiger und führt in mehr Fällen zum Kauf als die Produktsuche vom Desktoprechner aus. Mit 78 Prozent aller Produktsuchen (im Vergleich zu 59 Prozent am stationären Rechner), die zum Vertragsabschluss führen, liegt der Anteil erfolgreicher Websiteaufrufe vom Mobilgerät besonders hoch. Es liegt also im Interesse eines jeden Unternehmens, eine mobil optimierte Website mit hoher Konversionsrate zu betreiben. Auch der lokale Handel profitiert von einer nutzerfreundlichen Mobilpräsenz, denn rund 82 Prozent aller User suchen vor dem Kauf beim lokalen Händler auf dem Smartphone nach Bewertungen und Internetauftritt.

Erfolg auf Mobilgeräten bedeutet Flexibilität

Um wirklich von dem Wandel im Nutzerverhalten profitieren zu können, müssen Unternehmen und Unternehmer flexibel bleiben. Die geringen Kosten und der Aufwand bei der mobilen Optimierung oder Erstellung einer Website stehen in keinem Verhältnis zu den enormen Chancen, die sich bei einer gezielt auf Smartphones ausgelegten Nutzung einer Webseite bieten. Heutzutage erwarten Kunden, dass Sie Websites mobil bequem erreichen können.

 

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