Infografik: Visuelles Content Marketing

Von Nora Horn | Digitale Arbeitswelt

Mrz 27
Auge Visuelles Content Marketing

Werbung und Inhalte durch Visuelles Marketing darzustellen, liegt 2017 im Trend. Für Onlinenutzer lassen sich Informationen, die grafisch aufbereitet wurden schneller erfassen und erhalten so mehr Aufmerksamkeit. Das Team rund um das Infografik-Tool Venngage hat für seine Erhebung zur Nutzung visuellen Contents 300 Online Marketing Manager befragt, wie und wo sie das Element am liebsten einsetzen. Doch was ist eigentlich Visuelles Content Marketing?

Visuelles Marketing sinnvoll anwenden

Ganz gleich, welches Produkt Sie 2017 bewerben wollen, an visueller Werbung kommen Sie nicht vorbei. Moment, werden einige Unternehmer nun sagen, wir arbeiten doch im Marketing die meiste Zeit mit Bildern und das schon immer. Bei dem Entwerfen von Werbepostern, Spots oder in der Produktfotografie stimmt das zwar, meint aber nicht das gleiche wie Visuelles Content Marketing. Der Begriff der Visuals hängt eng mit der Unternehmenskommunikation zusammen. Er meint die Beeinflussung des Kaufverhaltens durch die Verwendung von Bildern, die das Objekt zum Mittelpunkt machen. Klingt schwieriger als es ist. Branded Videos sind heute zum Beispiel ein beliebtes Visual Content Marketing Tool. Dabei gibt es zwei Arten von branded Videos.

Variante 1: Ein Inhalt, also ein lustiger oder kreativer Clip, der idealerweise viral geht, erhält ein Intro oder Outro und einen Branding-Rahmen. Der Kunde sieht also neben dem eigentlichen Inhalt auch das Logo des Unternehmens und erkennt es später wieder.
Variante 2: Das Unternehmen produziert eigene Videos, in denen es eine Figur oder Storyline mit dem Produkt in Verbindung bringt. So lassen sich rund um das eigene Produkt etwa kleine Webserien-Kampagnen produzieren. Diese Art des Marketings, gemeinsam mit prägnanter Bildsprache, animierten Gifs, automatischen Videos auf Websites uvm. nennt man Visuelles Content Marketing.

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Entwicklungen in der Nutzung visueller Elemente

Die Macher von Venngage haben Marketer befragt, wie sie 2017 visuelle Inhalte einsetzen werden und die Statistik birgt einige echte Überraschungen. Zuerst wurden die 300 Werber gefragt, wie sich die Verwendung von Visuals zwischen 2015 und 2017 in ihrem Business entwickelt hat. Dabei zeigte sich, dass die Nutzung von visuellem Content allein zwischen 2015 und 2016 um 130% stieg. Während 2015 noch 40,5% der Marketer angaben, visuelle Inhalte seien in 91% bis 100% ihrer Posts vorhanden, waren es 2016 bereits 53%. Über 90% der Marketer gaben an, visuelle Elemente 2017 in mehr als der Hälfte ihrer Artikel zu verwenden.

Der größten Beliebtheit erfreuen sich in diesem Jahr Stockfotos. Rund 35% der Marketer gaben an, sie regelmäßig zu nutzen. Von den Befragten nutzten außerdem etwa 30% Infografiken und andere speziell zur Illustration von Fakten erstellte Grafiken, 15% Videos und Präsentationen, 14% Statistiken und mehr als 5% Meme und GIFs. Die Nutzung von GIFs wurde 2016 besonders dadurch befeuert, dass viele Dienste wie Twitter und Facebook die Nutzung des Giphy-Dienstes direkt in ihre Apps integrierten. Seither müssen User die Bilder nicht mehr mühsam im Netz zusammensuchen oder selbst erstellen, sondern können mit einem Klick und Stichworten die große Datenbank nach einer passenden Reaktion durchforsten. Diese Methode machen sich auch auf Social Media aktive Newsanbieter, Blogs und Marketer zu eigen. GIFs ersetzen dadurch eventuell in Zukunft das klassische Bild-Meme.

Visuelle Inhalte erstellen und verbreiten

Die Erhebung fand außerdem heraus, dass Infografiken und Statistik-Illustrationen die meisten Interaktionen generierten. Leider geht aus den Zahlen nicht hervor, ob für die Marketer in diese Kategorie auch die immer beliebter werdenden Statistik-Videos zählen. Über 71% der Marketer gaben an, weniger als 5 Stunden pro Woche mit dem Kreieren von Visuals zu verbringen, lediglich 11% steckten mehr als 15 Arbeitsstunden in die Bildinhalte. Sie nutzten dafür zu 33% Onlineditoren, zu 30% die hauseigene Grafikabteilung, 24% beschäftigten externe Grafiker und 14% machten sich mit Hilfe von Adobe Software und Flickr selbst an die Arbeit.

Bei der Arbeit mit visuellen Inhalten stießen die Befragten regelmäßig auf Probleme. Fast 37% gaben an, besonders die Regelmäßigkeit bei der Erstellung falle ihnen schwer, aber auch die Qualität der Grafiken (29,1%), das Erreichen einer größeren Zielgruppe (24,1%) und das finden verlässlicher und interessanter Datenquellen (10,1%) beeinflusste die Arbeit. In einem Punkt waren sich nahezu alle Marketer einig: Ohne visuelle Inhalte geht es nicht mehr. Nur 2,6% gaben an, Visuals seien halbwegs oder gar nicht wichtig, 5% fanden sie wichtig, 31,7% sehr wichtig und ganze 60,8% gaben an, ohne Visuals funktioniere modernes Marketing nicht.

Ausblick in die Zukunft des Visuellen Marketings

Auch die Budgetfrage wurde gestellt. Überraschenderweise gaben die Befragten an, noch 2016 zu 31% weniger als 10% ihres Gesamtbudgets für Bild-Content ausgegeben zu haben. Für 2017 nahmen sich 35,5% vor, mehr als ein Drittel zu investieren.

Aus der Erhebung wird ersichtlich, welchen hohen Stellenwert Visuelles Content Marketing in Zukunft am Markt einnehmen wird. Laut KPCB wird Video Content allein 2017 mehr als 74% des gesamten Internettraffics ausmachen. Es ist also davon auszugehen, dass gerade professionelle Werbevideos auch weiterhin in der Beliebtheit steigen. Unternehmen, die am Puls der Zeit bleiben wollen, sollten das Budget für Bild-Inhalte also vorsichtshalber weiter erhöhen. Nur eines bleibt auch 2017 gleich: Interessanter, spannender und lustiger Content gewinnt.

 

Infografik Visuelles Content Marketing 2017 Venngage

 

Über den Autor

Nora Horn studierte PR- und Medienmanagement und ist als Marketing-Assistenz bei der Social Media Akademie tätig. Sie betreut außerdem die Social Media Kanäle und den Unternehmensblog.

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