Die richtigen Fragen für dein Social Media Monitoring

Von Andreas Leonhard | Allgemein

Sep 22
Kamera an Hauswand ermöglicht umfassendes Monitoring

Jeden Tag gibt es so viele neue Informationen im Internet, dass es manchmal schwer fällt, den Überblick zu behalten – vor allem für diejenigen, die sich noch nie mit Social Media Monitoring beschäftigt haben. Damit du aus der Masse der Informationen genau die findest, die für dich als Online Marketing Manager wichtig sind, solltest du die richtigen Fragen stellen. 

Ziele und Quellen definieren

Zunächst solltest du dir darüber klar sein, wonach du genau suchst. Dazu gehört auch, irrelevante Ergebnisse so weit wie möglich zu eliminieren. Trotzdem willst du natürlich wissen, was online über dich oder dein Unternehmen gesagt wird. Daher solltest du deine Ziele und Ihre Quellen festlegen, also welche Kanäle du im Blick haben möchtest und welche Art von Ergebnissen du brauchst. So kann z.B. Instagram für Unternehmen mit sehr visuellen Produkten – etwa Make-up – eine zentrale Plattform sein, während es für andere kaum Mehrwert bietet. 

Suchbegriffe definieren

Die Wahl der richtigen Suchbegriffe ist für ein erfolgreiches Monitoring unerlässlich. Beim Aufsetzen deiner Suchanfrage oder „Search Query“ sorgen die passenden Schlagworte dafür, dass du nicht nur umfangreiche Ergebnisse erhältst, sondern auch für dich relevante. 

Idealerweise beinhaltet deine Suche zwei Arten von Begriffen: allgemeine und einfache Begriffe, die Kunden verwenden, aber auch komplexere, die innerhalb der Branche oft genutzt werden. Durch die Kombination bekommst du nicht nur Einblick in das, was die Kunden über dein Unternehmen sagen, sondern auch in die Unterhaltungen über Wettbewerber. 

Die Suche verfeinern

Wenn deine Suchbegriffe zu breit gefasst sind, verlierst du in der Masse von Ergebnisse unter Umständen schnell den Überblick. Deswegen kann es sinnvoll sein, die Suche einzugrenzen und zu verfeinern. Ein paar einfache Tricks können helfen, die Suchergebnisse auf die wichtigsten Treffer zu reduzieren. 

Bool’sche Operatoren

Durch Bool’sche Operatoren lassen sich verschiedene Suchbegriffe miteinander kombinieren oder andere ausschließen. Die häufigsten Operatoren sind AND, OR und AND NOT. Durch AND verbindest du Suchbegriffe miteinander und erhältst nur Ergebnisse, in denen es für jeden Begriff Treffer gibt. Verwendest du OR, erscheint pro Ergebnis mindestens einer der Suchbegriffe. Durch AND NOT enthält die Ergebnisliste alle Treffer, in denen ein Suchbegriff auftaucht, während der andere von der Suche ausgeschlossen wird.

Ein Beispiel: Für den Mobilfunkanbieter Orange wäre es nahezu unmöglich, alle Treffe für das Schlagwort „Orange“ zu erhalten und alles herauszufiltern, was das Unternehmen betrifft. Damit Orange also nur relevante Ergebnisse erhält, wäre die Suchanfrage „Orange AND Mobilfunk“ ein Anfang. Mit „Orange AND NOT Saft“ werden dann Treffer eliminiert, die sich mit Orangensaft beschäftigen. Die Search Query „Orange OR Mobilfunk“ wiederum würde alle Treffer zeigen, in denen einer der beiden Suchbegriffe auftaucht. 

Was du bei der Benutzung Bool’scher Operatoren im Kopf behalten solltest: die Operatoren werden komplett großgeschrieben und müssen auf Englisch verwendet werden. Die Schlagworte können außerdem überall im Text erscheinen. Wenn du also etwa zwei Begriffe mittels AND verbindest, kann es sein, dass einer davon am Anfang eines Textes erwähnt wird, der andere aber erst am Ende. 

Exakte Suchbegriffe

Wenn dein Unternehmen oder eines der Produkte einen sehr gebräuchlichen Namen hat, du aber nur Treffer für den exakten Unternehmensnamen in den Suchergebnissen sehen möchtest, kannst du die Suche durch Verwendung von Anführungszeichen einschränken. In diesem Fall beinhalten die Ergebnisse nur Treffer, in denen die Suchbegriffe in der eingegebenen Reihenfolge erscheinen. Sollte also etwa BMW auf der Suche nach Treffern zu seiner 1er-Serie sein, sollte die Suchanfrage auch „BMW 1er-Serie“ beinhalten. 

Suchbegriffe kombinieren 

Soll für mehrere Suchbegriffe der gleiche Operator verwendet werden, bietet das Verwenden von Klammern die einfachste Lösung. In diesem Fall gilt der Operator für alle Begriffe, die sich innerhalb der Klammern befinden. 

Um noch einmal auf das Beispiel von Orange zurückzukommen: es gibt viele Begriffe, die für das Telekommunikationsunternehmen nicht von Bedeutung sind. Eine mögliche Liste von der Suche ausgeschlossener Begriffe für „Orange“ könnte dann so aussehen:

 talkwalker

Um Suchanfragen noch weiter zu optimieren, gibt es zahlreiche weitere Operatoren und Befehle. In der Talkwalker Academy findest du eine vollständige Übersicht, welche Operatoren noch möglich sind, damit du passgenaue Ergebnisse für dein Monitoring erhältst. 

photo credit: hey.pictrues via photopin cc

 

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