Conversionsteigerung mit dem Facebook Pixel

Von Michael Klamerski | Allgemein

Jan 28
Tastatur mit Einkaufswagen symbolisiert Conversion

Ryan Deiss, CEO von Digital Marketer hat für 2015 folgendes vorausgesagt:

“Soon all display advertising will be retargeted advertising and the pixel will become even more valuable than the click itself. As larger advertisers continue to buy up ad inventory (and create their own retargeting audiences) those that fail to ‘pixel’ their site visitors won’t be able to afford to advertise.”

Doch was machen Pixel überhaupt? Welchem Zweck dienen sie? Wie können diese eingesetzt werden? Wo liegt der Mehrwert?

Trackingpixel

Trackingpixel versetzen uns in die Lage, einen Nutzer über verschiedene Seiten zu verfolgen. Wir können sehen, auf welchen Seiten der User war und wie er sich über unsere Website bewegt hat. Wir sammeln also Daten über das Nutzerverhalten. Diese Daten können Online Marketing Manager in verschiedenen Kontexten nutzen.

Folgenden Anwendung ist denkbar: Wir bewerben auf Facebook Inhalte unseres Blogs mit Anzeigen, um Nutzer auf diese Inhalte zu leiten. Diesen Nutzer können wir nun in anderem Umfeld via Remarketing mit speziellen Lead-Magneten ansprechen, welche thematisch mit unserem Blog in Verbindung stehen. Somit wird der Besucher im besten Fall zum Lead.

So machtvoll Trackingpixel auch sind, manch einer wird zunächst von der Vielzahl an Varianten erschlagen sein. Das gilt insbesondere für Pixel in Verbindung mit Facebook-Werbung. Wir wollen in diesem Artikel versuchen, mehr Klarheit in die Thematik zu bringen.

Pixelarten:

Schauen wir uns zunächst an, welche verschiedenen Varianten es gibt. Facebook hält zwei verschiedene Sorten an Pixeln bereit. Im einzelnen handelt es sich dabei um:

  • Conversion Pixel
  • Website Custom Audience Pixel

Conversion Pixel:

Ein Facebook Conversion Pixel ist (wie jedes andere Pixel übrigens auch) ein kleines Stück Code, welches von Facebook selbst zur Verfügung gestellt wird. Dieser Code wird auf der eigenen Website platziert. Jedes mal, wenn ein Nutzer auf die entsprechende Seite kommt, registiert das Pixel diesen  Besuch und gibt die Meldung “Conversion erfolgt” an Facebook weiter. Für das Conversion Pixel ergeben sich folgende mögliche Anwendungsgebiete:

Tracking:

Grundsätzlich lässt sich mit einem solchen Pixel feststellen,  ob und wie oft eine definierte Aktion geschieht. Nehmen wir an, Sie haben das Pixel auf Ihrer “Vielen Dank für Ihre Bestellung” Seite eingebunden. Kunden können diese Seite nur sehen, wenn sie wirklich einen Kauf abgeschlossen haben. Somit können Sie über dieses Pixel genau sagen, wie viele Verkäufe über die entsprechende Facebook Werbeanzeige generiert wurden. Damit lassen sich Aussagen über die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit der entsprechenden Anzeige treffen.

Um ein solches Conversion Pixel zu erstellen, müssen Sie zunächst Ihren Facebook Werbeanzeigenmanager öffnen. https://www.facebook.com/ads/manage/home/

Pixel1

Klicken Sie auf “Conversion Tracking” und danach auf “Pixel erstellen”. Nun können Sie eine entsprechende Kategorie auswählen und dem Pixel einen Namen zuordnen. Achten Sie hierbei auf einen aussagekräftigen Namen. Gerade bei größeren Kampagnen mit verschiedenen Anzeigen und Zielseiten wächst die Anzahl der Pixel schnell. Hier gilt es, die Übersicht zu behalten. Eine eindeutige Bezeichnung hilft hierbei enorm. Um die Übersichtlichkeit weiter zu erhöhen können Sie die Pixel in entsprechende Kategorien einteilen. Dies erleichtert das Reporting.

Pixel2

Optimierung:

Sie können die Pixel ebenfalls dazu nutzen, Facebook mitzuteilen was Sie mit einer Kampagne erreichen möchten. Facebook optimiert daraufhin Ihre Anzeige. Wenn Sie eine neue Kampagne aufsetzen, fragt Facebook Sie, welches Ziel Ihre Kampagne haben soll. Dies können verschiedene Dinge sein wie zum Beispiel Seiteninteraktionen, Beitragsinteraktionen, Fanpage-Likes, Websiteklicks, Videoviews und so weiter. Wählen Sie hier das gewünschte Ziel aus.

Pixel3

Wenn Sie Nutzer auf eine Seite leiten wollen, die als Lead-Magnet dient, wie z.B. eine Registrierung für ein Webinar oder ein Whitepaper, sollten Sie immer das Ziel “Increase Conversions on your Website” wählen. Aber wie weiß Facebook, was es für Sie optimieren soll? Ganz einfach,  Sie sagen es Facebook – mit Hilfe von Conversion Pixeln! Sie können die Optimierung für jedes Pixel durchführen, welches Sie bereits zu Trackingzwecken einsetzen.

 

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Nehmen wir an, Sie wollen bespielsweise auf Leads hin optimieren. Folglich werden wir unsere Anzeigen für unseren “Leadconversion” Pixel optimieren, dem Pixel, welches sich auf der Seite befindet, die die Nutzer direkt sehen, nachdem Sie sich beispielsweise auf Ihrer Seite registriert haben.

Sie sagen Facebook nicht nur, für welches Pixel Sie optimieren möchten, Sie sammeln über dieses Pixel gleichzeitig weitere Daten. Das heißt, Facebook optimiert die Kampagne für Personen, die sich ähnlich verhalten wie diejenigen Personen, welche sich bereits auf Ihrer Seite angemeldet haben. Eine überaus nützliche Funktion, die im besten Fall die Convertion Rate erhöht.

Lookalike Audiences

Darüber hinaus können Sie bei Facebook Lookalike Audiences erstellen, die auf Daten einzelner Pixel basieren. Eine Lookalike Audience ist eine Zielgrupppe, welche von ihrer Zusammensetzung ähnlich der Personen ist, welche bereits die gewünschte Aktion auf Ihrer Website durchgeführt haben. Damit erschaffen Sie perfekte Zielgruppen, um Ihre Kampagne zu erweitern. Sie können eine Lookalike Audience erstellen, wenn Sie sich im Conversion Tracking Tab im Adsmanager befinden.

Pixel4

 

Website Custom Audience Pixel

Als dritte und letzte Variante bietet Facebook noch das Website Custom Audience Pixel an. Achtung: Pro Account gibt es von Facebook lediglich ein einziges dieser Pixel!

Den Code des Pixels bauen Sie entweder in den Header Ihrer Website ein (so dass er auf jeder Seite erscheint) oder Sie implementieren den Code auf jeder einzelnen Seite manuell. Die manuelle Implementierung eignet sich zum Beispiel dann, wenn Sie gewisse Seiten komplett von der Datenerfassung ausschließen wollen.

Das Website Custon Audience Pixel eignet sich hervorragend, um Remarketingkampagnen durchzuführen. Es werden Informationen über alle Nutzer gesammelt, die auf die Website kommen. Dabei spielt es keine Rolle, über welche Wege der Besucher auf die Website kommt.

Sie können Ihre Custom Audiences im Werbeanzeigenmanager unter dem Punkt “Audiences” verwalten. Sobald Sie das Pixel auf Ihrer Website installiert haben, können Sie damit beginnen, verschiedene Audiences für das Retargeting zu kreieren.

Dabei haben Sie eine Vielzahl von Möglichkeiten wie zum Beispiel:

  • Personen, die Ihre gesamte Website besucht haben
  • Personen, die Seiten mit definiertem Keyword besucht haben
  • Personen, die Ihre Seite in einem bestimmten Zeitraum x mal besucht haben
  • Personen, die bestimmte Seiten auf Ihrer Seite besucht haben, andere jedoch nicht.
  • etc.

Sie sehen also, Facebook Tracking Pixel sind ein mächtiges Werkzeug. Sie sind unabdingbar, wenn Sie erfolgreiche Werbekampagnen auf Facebook schalten möchten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Probieren Sie aus, testen und optimieren Sie. Der Erfolg wird sich einstellen.

Originalartikel „How to Use Facebook Advertising Pixels to Create High Convertion Ad Campaigns“ erschienen auf www.digitalmarketer.com – teilweiße Übersetzung

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Über den Autor

Michael Klamerski ist als operativer Vertriebsleiter bei der Social Media tätig. Ob Fragen zu unseren Weiterbildungen, Austausch über Online Marketing oder Tipps für den Social Media Bereich - er ist der richtiger Ansprechpartner für Sie.

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